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KLIMASCHUTZ UND ENERGIEEFFIZIENZ IM KANTON GRAUBÜNDEN

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Das Wichtigste in Kürze

12 120
Tonnen CO2 reduziert
111 980
Megawattstunden Massnahmenwirkung Energie
340
Betriebsstätten nehmen teil
175
Grossverbraucher nehmen teil
11
Millionen Franken eingespart
  • EFFIZIENTE KOOPERATION

    Im Kanton Graubünden setzen Unternehmen an 340 Betriebsstätten ihre Klimaschutz- und Energieeffizienzziele mit dem Energie-Management der EnAW um. Die EnAW setzt seit 2001 als Intermediär zwischen Bund, Kantonen und den Unternehmen die im CO2- und Energiegesetz des Bundes und im Grossverbrauchermodell der Kantone (GVM*) formulierten Aufgaben der Wirtschaft um. Behörden und Unternehmen profitieren seit 2001 von dieser bewährten und effizienten Kooperation.

  • ERFOLGREICHES MODELL

    Die Schweiz hat sich für die Umsetzung der Klimaziele für eine Lenkungsabgabe entschieden, räumt aber den Unternehmen ein, alternativ zur Abgabe eine Verminderungsverpflichtung einzugehen. Die EnAW sorgt dafür, dass die Unternehmen ihre Verpflichtungen individuell und mit wirtschaftlichen Massnahmen erreichen. Die Resultate sind eindrücklich. Im Kanton Graubünden erzielen die seit 2013 umgesetzten Massnahmen eine jährliche Wirkung von 12 120 Tonnen CO2 und 111 980 Megawattstunden Energie.

  • ZUKUNFTSORIENTIERTE LÖSUNG

    Wirtschaftlicher Klimaschutz, wie die EnAW ihn umsetzt, hilft der Schweiz, die Klimaziele zu erreichen und kommt bei den Unternehmen gut an. Denn hinter dem energetischen Fitnessprogramm stecken für die Unternehmen nicht nur CO2- und Energieeinsparungen, sondern auch Schweizer Franken – Franken, die oft wieder in innovative Effizienzmassnahmen investiert werden. Im Kanton Graubünden waren es im Jahr 2019 rund 11 Millionen Franken.

* Grossverbraucher sind Unternehmen mit einem jährlichen Wärmeverbrauch von mehr als fünf Gigawattstunden oder einem Elektrizitätsverbrauch von mehr als 0.5 Gigawattstunden pro Betriebsstätte und Jahr.

Energieeffizienz steigt, CO2-Intensität sinkt

Mit den seit 2013 umgesetzten Massnahmen verbrauchen die Unternehmen im Kanton Graubünden 63 165 Megawattstunden weniger Energie. Die Energieeffizienz liegt bei 19.4 Prozent.

Mit den seit 2013 umgesetzten Massnahmen der Unternehmen im Kanton Graubünden ist der CO2-Ausstoss um 12 120 Tonnen gesunken. Heute liegt die CO2-Intensität bei 94.4 Prozent.

Der Schlüssel zum Erfolg: Wirtschaftliche Massnahmen

Jedes Unternehmen setzt einen individuellen Massnahmenkatalog um. Die Projekte sollen sich auch rechnen: Hinter jeder eingesparten Kilowattstunde und Tonne CO2 stecken ausgewiesene Payback-Zeiten. Das Repertoire ist mit über 300 standardisierten Massnahmen gross. Im Kanton Graubünden sind Massnahmen in den folgenden Bereichen die bisher grössten Klimaschutz- und Energieeffizienztreiber der Wirtschaft:

  • PRODUKT- UND PROZESSMASSNAHMEN

    34 440 MWh/a 2300 t CO2/a 3 443 970 CHF/a

    Hier stehen das Hinterfragen von Prozessanforderungen, Prozess- und Produktoptimierungen sowie Prozessumstellungen im Fokus. Pinch-Analysen sind dabei ein sehr nützliches Instrument und geben Investitionssicherheit. Pinch-Analysen werden vom Bundesamt für Energie (BFE) gefördert und sind deshalb zusätzlich interessant.

  • INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNIK UND ELEKTROGERÄTE

    11 000 MWh/a 32 t CO2/a 1 100 220 CHF/a

    Hier setzen die Massnahmen beispielsweise bei der Beschaffung von neuen Geräten an. So können beim Einsatz neuer Technologien grosse Effizienzsteigerungen erzielt werden. Aber auch Betriebsoptimierungen wie die Nutzung von Energiespareinstellungen oder das Vermeiden des Standby-Betriebs sowie das Ausschalten von Geräten bei Nichtgebrauch gehören in diese Kategorie. Solche Optimierungen können meist ohne grosse Investitionen und mit sehr guter Wirtschaftlichkeit umgesetzt werden.

  • PROZESSWÄRME

    9960 MWh/a 1350 t CO2/a 996 040 CHF/a

    Typische Massnahmen im Bereich Prozesswärme sind zum Beispiel die Wärmerückgewinnung, Abwärmenutzung, der Verzicht auf Dampf- und Heisswasseranlagen, weitere Temperaturniveauabsenkungen, richtige Erzeugerdimensionierungen, Verbrennungsluftvorwärmung oder bedarfsgerechte Regelungen. Auch die vom BFE geförderte Pinch-Analyse kann hier zum Einsatz kommen.

Nachgefragt bei der Energiefachstelle des Kantons Graubünden

«DAS GROSSVERBRAUCHERMODELL IST EINE ERFOLGSGESCHICHTE.»

Michael Casutt, Projektleiter Energieeffizienz, Amt für Energie und Verkehr des Kantons Graubünden

  • WAS VERLANGT DER KANTON GRAUBÜNDEN VON DEN UNTERNEHMEN?

    Seit 2013 können Grossverbraucher gemäss kantonalem Energiegesetz zu einer Verbrauchsanalyse und zur Realisierung von zumutbaren Massnahmen zur Verbrauchsoptimierung verpflichtet werden. Im Kanton Graubünden trifft dies auf rund 200 Unternehmen zu.

  • SIND DIE BÜNDNER UNTERNEHMEN AUF KURS?

    Die Umsetzung des Grossverbrauchermodells im Kanton Graubünden kann als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. So sind die Grossverbraucher heute grossmehrheitlich im Besitz einer Zielvereinbarung oder einer Energieverbrauchsanalyse mit deklarierten Massnahmen.

  • WELCHE ROLLE SPIELT DIE ENAW DABEI?

    Es ist für uns entlastend und erleichternd, einen zuverlässigen Partner wie die EnAW an unserer Seite zu haben. Wir können davon ausgehen, dass wenn eine Zielvereinbarung zwischen einem Unternehmen und dem Bund mithilfe der EnAW unterzeichnet wurde, sich dieses Unternehmen auf dem richtigen Weg befindet. Auf diese Unterstützung zählen wir auch künftig.

  • IHR PERSÖNLICHES FAZIT?

    Die Unternehmen sparen mit der Umsetzung von wirtschaftlichen Massnahmen Betriebskosten und erreichen die in der Energie- und CO2-Gesetzgebung verankerten Ziele. Energieagenturen wie die EnAW begleiten Unternehmen dabei und machen ihnen das Energiesparen und damit auch das Kostensenken einfach.

Praxisbeispiele im Kanton Graubünden

    • 10.12.2018  • Konkret

      EIN HOTEL DER ZUKUNFT

      In Arosa steht das wahrscheinlich grünste Hotel der Schweiz. Dank eines einzigartigen Energiekonzepts kommt das Valsana Hotel & Appartements praktisch ohne fossile Energien aus. Ökologie und Nachhaltigkeit bilden die Grundpfeiler des neu eröffneten Hauses. Die Tschuggen Hotel Group setzt damit neue Standards für eine nachhaltige Hotellerie – unterstützt wird sie dabei von der EnAW.

      Mehr
    • 24.11.2016  • Konkret

      Energie sparen «made in Bündnerland»

      Die traditionsreiche Verarbeitung sorgt dafür, dass Bündnerfleisch zu seinem charakteristisch zarten und würzigen Geschmack kommt. Dass man nicht nur mit Geschmack, sondern auch mit einer kaum vergleichbaren Energieeffizienz punkten kann, dafür steht die Fleischtrocknerei Gurtner AG ein. In enger Zusammenarbeit mit der EnAW und der Firma Trockus ist der Betrieb zu einem Vorzeigeobjekt herangewachsen.

    • 18.12.2015  • Konkret

      Arosa Lenzerheide Bergbahnen: Gemeinsam nachhaltig wachsen

      Der Energieverbrauch von Bergbahnen ist bei weitem keine Konstante. Teilnehmer der EnAW wie die Engadin St. Moritz Mountains AG, die Savognin Bergbahnen AG, die Mottas Naluns Scuol-Ftan-Sent AG, die AG Luftseilbahn Corviglia-Piz Nair oder die Corvatsch AG sind besonders durch Spitzen und Schwankungen im Stromverbrauch herausgefordert. Auch in Arosa und in der Lenzerheide wird Energie gespart.

Leistungen in ausgewählten Kantonen

Gesamt- daten Schweiz
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