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20181106094644 Jacqueline Jakob Freigestellt

KLIMASCHUTZ UND ENERGIEEFFIZIENZ IM KANTON ZÜRICH

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Das Wichtigste in Kürze

48 430
Tonnen CO2 reduziert
552 630
Megawattstunden Massnahmenwirkung Energie
1615
Betriebsstätten nehmen teil
825
Grossverbraucher nehmen teil
46
Millionen Franken eingespart
  • EFFIZIENTE KOOPERATION

    Im Kanton Zürich setzen Unternehmen an 1615 Betriebsstätten ihre Klimaschutz- und Energieeffizienzziele mit dem Energie-Management der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) um. Die EnAW setzt seit 2001 als Intermediär zwischen Bund, Kantonen und den Unternehmen die im CO2- und Energiegesetz des Bundes und im Grossverbrauchermodell der Kantone (GVM*) formulierten Aufgaben der Wirtschaft um. Behörden und Unternehmen profitieren seit 2001 von dieser bewährten und effizienten Kooperation.

  • ERFOLGREICHES MODELL

    Die Schweiz hat sich für die Umsetzung der Klimaziele für eine Lenkungsabgabe entschieden, räumt aber den Unternehmen ein, alternativ zur Abgabe eine Verminderungsverpflichtung einzugehen. Die EnAW sorgt dafür, dass die Unternehmen ihre Verpflichtungen individuell und mit wirtschaftlichen Massnahmen erreichen. Die Resultate sind eindrücklich. Im Kanton Zürich erzielen die seit 2013 umgesetzten Massnahmen eine jährliche Wirkung von 48 430 Tonnen CO2 und 552 630 Megawattstunden Energie.

  • ZUKUNFTSORIENTIERTE LÖSUNG

    Wirtschaftlicher Klimaschutz, wie die EnAW ihn umsetzt, hilft der Schweiz, die Klimaziele zu erreichen und kommt bei den Unternehmen gut an. Denn hinter dem energetischen Fitnessprogramm stecken für die Unternehmen nicht nur CO2- und Energieeinsparungen, sondern auch Schweizer Franken – Franken, die oft wieder in innovative Effizienzmassnahmen investiert werden. Im Kanton Zürich waren es im Jahr 2020 rund 46 Millionen Franken.

* Grossverbraucher sind Unternehmen mit einem jährlichen Wärmeverbrauch von mehr als fünf Gigawattstunden oder einem Elektrizitätsverbrauch von mehr als 0.5 Gigawattstunden pro Betriebsstätte und Jahr.

Energieeffizienz steigt, CO2-Intensität sinkt

Mit den seit 2013 umgesetzten Massnahmen verbrauchen die Unternehmen im Kanton Zürich 354 215 Megawattstunden weniger Energie. Die Energieeffizienz liegt bei 122.3 Prozent.

Mit den seit 2013 umgesetzten Massnahmen der Unternehmen im Kanton Zürich ist der CO2-Ausstoss um 48 430 Tonnen gesunken. Heute liegt die CO2-Intensität bei 77.3 Prozent.

Der Schlüssel zum Erfolg: Wirtschaftliche Massnahmen

Jedes Unternehmen setzt einen individuellen Massnahmenkatalog um. Die Projekte sollen sich auch Rechnen: Hinter jeder eingesparten Kilowattstunde und Tonne CO2 stecken ausgewiesene Payback-Zeiten. Im Kanton Zürich sind Massnahmen in den folgenden Bereichen die bisher grössten Klimaschutz- und Energieeffizienztreiber der Wirtschaft:

  • INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNIK UND ELEKTROGERÄTE

    122 105 MWh/a 205 t CO2/a 12 210 300 CHF/a

    Hier setzen die Massnahmen beispielsweise bei der Beschaffung von neuen Geräten an. So können beim Einsatz neuer Technologien grosse Effizienzsteigerungen erzielt werden. Aber auch Betriebsoptimierungen wie die Nutzung von Energiespareinstellungen oder das Vermeiden des Standby-Betriebs sowie das Ausschalten von Geräten bei Nichtgebrauch gehören in diese Kategorie. Solche Optimierungen können meist ohne grosse Investitionen und mit sehr guter Wirtschaftlichkeit umgesetzt werden.

  • LÜFTUNG UND KLIMAKÄLTE

    56 970 MWh/a 3015 t CO2/a 5 696 755 CHF/a

    Eine richtige Dimensionierung der Kälteanlagen, Wärmedämmung, der Einsatz effizienter Antriebe, Temperaturniveauerhöhungen oder freies Kühlen (free cooling) sind mögliche Massnahmen, die im Bereich Lüftung und Klimakälte umgesetzt werden können. Aber auch Betriebsoptimierungen ohne grosse Investitionen und mit sehr guter Wirtschaftlichkeit wie eine bedarfsgerechte Regelung gehören hierher.

  • HEIZUNG

    54 620 MWh/a 10 495 t CO2/a 5 461 875 CHF/a

    Im Bereich der Heizung werden Massnahmen wie der Ersatz von Heizkesseln, die Wärmenutzung aus dem Rauchgas oder andere Optimierungen wie das Absenken der Heizgrenze umgesetzt. Massnahmen, die an der Regulierung ansetzen, sind meist ohne grosse Investitionen durch reine Betriebsoptimierungen möglich.

Nachgefragt bei der Energiefachstelle des Kantons Zürich

«GEMEINSAM ZUM ZIEL.»

Matthias Möller, Abteilungsleiter Energie, AWEL Zürich

  • WAS VERLANGT DER KANTON ZÜRICH VON DEN UNTERNEHMEN?

    Das kantonale Energiegesetz verlangt von sogenannten Grossverbrauchern eine durchschnittliche Steigerung der Energieeffizienz von zwei Prozent pro Jahr. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder schliessen die Betriebe eine Vereinbarung über die Entwicklung des Energieverbrauchs ab oder sie werden verpflichtet, ihren Energieverbrauch zu analysieren.

  • UND WAS GESCHIEHT NACH DER ANALYSE DES VERBRAUCHS?

    Betriebe ohne Zielvereinbarung können aufgrund der Verbrauchsanalyse zur Umsetzung von zumutbaren Massnahmen verpflichtet werden.

  • WAS BRINGT EINE ZIELVEREINBARUNG?

    Die Zielvereinbarung lässt Unternehmen den Freiraum, sich für Massnahmen mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis zu entscheiden. Zudem bietet sie auch Synergien beim Vollzug der kantonalen und eidgenössischen Gesetze wie zum Beispiel dem CO2-Gesetz. Rund 1700 Betriebsstätten im Kanton Zürich haben diesen Weg mit der EnAW bisher eingeschlagen. Erreichen sie ihr Ziel, werden sie von kantonalen Detailvorschriften befreit und erhalten gegebenenfalls auch die an den Bund entrichteten Abgaben zurück.

  • IHR PERSÖNLICHES FAZIT?

    Das Prinzip der Zielvereinbarung sollte unbedingt erhalten bleiben. Es ist ein Erfolgsmodell, weil es der Umwelt nützt und die Wirtschaft energetisch fit macht. Je grösser der Spielraum für die Unternehmen bei der Umsetzung, desto grösser ist auch der Gewinn für die Energieeffizienz.

Praxisbeispiele im Kanton Zürich

    • 17.02.2021  • Konkret

      MIT ALTEN STEINEN DIE ZUKUNFT BAUEN

      Dem Nachhaltigkeitsgedanken gerecht zu werden, gestaltet sich in der Praxis nicht immer einfach – besonders nicht, wenn einem die Naturgesetze einen Strich durch die Rechnung machen. Sich davon entmutigen lassen kommt aber für die Baustoffriesin Holcim (Schweiz) AG nicht infrage. Mit viel Geduld, Innovationsgeist und einer guten Prise Mut schafft sie es deshalb, einen gewaltigen Schritt in Richtung «Netto-Null» zu machen.

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    • 29.01.2021  • Konkret

      UNBEMERKT IN RICHTUNG KLIMAFREUNDLICHKEIT

      Manchmal sind die besten Veränderungen jene, die sich mit blossem Auge nicht wahrnehmen lassen. Dieser Auffassung ist auch ZZ Wancor, die Schweizer Lieferantin für grobkeramische Baustoffe. Um ressourcenschonender und klimafreundlicher zu produzieren, untersuchte das Unternehmen seine Dachziegel bis ins kleinste Detail. Damit schaffte es wesentliche Optimierungen – und das bei absolut gleichbleibender Qualität. Vorhang auf für Produktanpassungen, die sich eben gerade nicht sehen lassen.

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    • 08.04.2020  • Konkret

      ZWEI PIONIERE, EIN GROSSES ZIEL

      Ein Zürcher Start-up und ein Mineralwasserhersteller aus den Bündner Bergen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie wollen die Welt mit Pioniergeist und Innovationskraft ein bisschen besser machen.

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Leistungen in ausgewählten Kantonen

Gesamt- daten Schweiz
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