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Spitäler halten zusammen: Energie-Modell-Gruppen inspirieren, motivieren und aktivieren.

Dass Energie-Modell-Gruppen auch branchenabhängig zusammengesetzt sein können, zeigt die Gruppe Spitäler, die von den EnAW-Beratern Mark Schuppli und Robert Vogt moderiert wird. Rund 50 Vertreter von Schweizer Spitälern nehmen regelmässig am Erfahrungsaustausch teil und haben gemeinsam eine Zielvereinbarung mit dem Bund abgeschlossen. Mit Erfolg: Die Gruppe hat bei der Energieeffizienz und CO2-Intensität heute bereits ganze vier Jahre Vorsprung auf ihren Zielpfad.

Energetische Prozesse zentral gestalten heisst, sie effizienter zu gestalten. Regelmässig diskutieren EnAW-Berater und der Energieverantwortliche im Betrieb über mögliche Optimierungen in der Prozessgestaltung.

INNOVATIV

«Man muss sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen», weiss Schuppli. Dann kommen die vielbeschäftigten Vertreter der Spitäler gerne zu den Treffen, die immer in einem der Spitäler stattfinden. «Viele Spitäler sind Grossverbraucher und haben darum eine gesetzliche Auflage zu erfüllen. Aber die Branche kann sich die CO2-Abgabe nicht rückerstatten lassen. Deshalb motivieren die beiden Berater ihre Gruppenmitglieder, indem sie ihnen den Zusatznutzen der Massnahmenorientierung aufzeigen und den Austausch spannend gestalten. Aus der Pflicht eine Kür machen», ist ihr Motto. «World-Café» heisst das Format, das alle zu Wort kommen lässt, die Bereitschaft zum Mitwirken fördert und den Zusammenhalt stärkt. An mehreren Tischen werden in wechselnder Zusammensetzung verschiedene Fragestellungen rund um ein aktuelles Themengebiet diskutiert.

 

THEMENBASIERT

Die Spitäler in der Energie-Modell-Gruppe könnten unterschiedlicher nicht sein. Grosse und kleine, private und staatliche. Trotzdem wird stets über Themen gesprochen, die alle betreffen. In der Frühlingssitzung im Mai zum Thema Betriebsoptimierungen sind Tipps und Tricks für alle dabei. Schuppli und Vogt haben in ihren Vorbereitungen verschiedene Messungen zur Stromeffizienz gemacht. Sie präsentieren die Resultate und leiten daraus allgemeingültige Sparmassnahmen ab. Medizinisch-technische Geräte wie die Computertomografie (CT) oder das MRI verursachen im Betrieb kurzzeitig sehr hohe Spitzenverbräuche. Gegenteiliges gilt für Kaffeemaschinen oder die Beleuchtung, welche immer Energie brauchen und darum bei Nichtgebrauch besser abgestellt werden. Aber auch aufwendigere Massnahmen wie die Nutzung von Abwärme, Klima, Lüftung und Kälte, Gebäudesanierungen oder Neubauprojekte sprechen an und werden deswegen thematisiert.

 

FRUCHTBAR

Dass auch grosse Krankenhäuser von der heterogenen Zusammensetzung der Gruppe profitieren, weiss Benjamin Schwarz. Der Leiter der Abteilung Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär des Inselspitals in Bern nimmt regelmässig am Erfahrungsaustausch teil. «Auch als grosses und breit aufgestelltes Spital lernen wir von kleineren Mitstreitern. Wir können zum Beispiel mit den Ergebnissen von Massnahmen, die in kleineren Grössenordnungen zu schnelleren Resultaten führen, arbeiten und auf unsere Dimensionen adaptieren.» Denn die Rahmenbedingungen sind häufig die gleichen. Die grösste Herausforderung ist es, Massnahmen zur Energieeffizienzsteigerung mit dem laufenden Spitalbetrieb zu koordinieren. «Bei gewissen Projekten greift man in betriebliche Anlagen ein, bei denen Patientenprozesse ausgeführt werden», erklärt Schwarz. «Auch darüber, wie andere Spitäler mit dieser Aufgabe umgehen, wird in den Gruppensitzungen diskutiert.» Doch es geht nicht nur um Dialog und Lernen. Denn die Spitäler verfolgen über die Universalzielvereinbarung auch ein gemeinsames Energieeffizienz- und CO2-Reduktionsziel. Nicht zuletzt deshalb unterstütze man sich gegenseitig gerne.

 

ERFOLGREICH

Und das macht die Gruppe Spitäler richtig gut. «In Sachen Zielerreichung sind wir ganz klar auf dem richtigen Weg», freut sich Schuppli. Alleine von 2013 bis 2017 konnte die Gruppe knapp 5000 Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren und liegt damit bereits 13 Prozent unter dem Anfangswert. Auch bei der Energieeffizienz kann sich die Leistung sehen lassen. Um jährlich rund 45 000 Megawattstunden Energie sind die Spitäler effizienter geworden. Und das in einem Umfeld, das in Sachen Energie nicht gerade simpler wird. Mehr Forschung, Technologie und Fortschritt führt zu einer Verlagerung von Wärme auf Strom. «Wenn man bei diesen Rahmenbedingungen nicht deutlich effizienter wird, würde unser Stromverbrauch durch die Decke gehen», so Schwarz.

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