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Stellungnahme zum EFK-Bericht

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) kritisiert in ihrer Evaluation der CO2-Abgabebefreiung für Unternehmen mit Verminderungsverpflichtung unter anderem, dass die Einsparungen der von der CO2-Abgabe befreiten Unternehmen zu niedrig seien. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Transparenz bei den Kosten der Energieagenturen und -beratenden sei ungenügend. Und: Die EFK stört sich an der geltenden Auslagerungspraxis, also dass die Energieagenturen ihre Beratungstätigkeit an Drittfirmen auslagern dürfen.

Die EFK fordert in der Evaluation, dass Massnahmen zur Verbesserung der Governance ergriffen werden, konkret dass die heutige Auslagerungspraxis abgeschafft wird. Auch soll die Aufsicht über die Energieagenturen und -beratenden verstärkt werden.

Ziele sind vom Bund reguliert und kontrolliert

Die Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) nimmt die Kritik und Forderungen der EFK erstaunt zur Kenntnis. Was die Verminderungsverpflichtungen betrifft, hält die EnAW fest, dass sie vom Bund beauftragt wurde, diese Verpflichtungen umzusetzen. Die Umsetzung dieses Mandats ist reguliert und unter anderem an die Bedingung geknüpft, dass nur wirtschaftliche Massnahmen im Zielvorschlag erfasst werden dürfen. Unter anderem wollte man damit auch den «Werkplatz Schweiz» schützen und verhindern, dass Unternehmen ins Ausland abwandern. Alle Ziele werden vom Bund geprüft und auditiert. Für hehre, weitergehende Ziele hat die EnAW die beiden Angebote «Roadmap zur Dekarbonisierung» und «Ressourceneffizienz» entwickelt, welche ein Netto-Null-Ziel anstreben – aber auf freiwilliger Basis.

EFK vergleicht nicht vergleichbare Zahlen

In ihrer Kritik zu den CO2-Einsparungen durch die Unternehmen vergleicht die EFK in ihrem Bericht die effektiv erreichten Einsparungen der befreiten Unternehmen mit den Einsparungen der gesamten Industrie inklusive Reduktion durch Unternehmens-Schliessungen. Allein die Schliessung einer der Tamoil-Raffinerie in Collombey 2016 hat zu einer Reduktion von ca. 640 000 Tonnen CO2 resp. ca. 6.4 % des CO2-Austosses der Industrie in einem Jahr geführt. Auch zwei sehr grosse Papierfabriken und viele andere Unternehmen wurden in dieser Zeit aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Diese Betriebe waren im EHS-System eingebunden und nicht in der Vergleichsgruppe der untersuchten abgabebefreiten Unternehmen. Würde man das beim Ergebnis entsprechend auskorrigieren, wäre die Ersparnis bei den von der Abgabe befreiten Firmen viel höher als im Rest der Industrie. Der Vergleich ist also methodisch falsch.

EnAW-Beraterinnen und -Berater unabhängig zertifiziert

In Bezug auf die Governance weist die EnAW darauf hin, dass sie dem Bund, sprich dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem Bundesamt für Energie (BFE), jederzeit alle geforderten Angaben und Erklärungen zu Finanzzahlen geliefert hat. Überdies wurden jedes Jahr Betriebsrechnungen und Budgets vom Bund abgenommen. Den Vorwurf der Intransparenz weist die EnAW zurück.

Zur Auslagerungspraxis: Diese ist, wie im Übrigen auch die EFK in ihrem Bericht schreibt, explizit erlaubt. Zudem ermöglicht sie es, externe Ingenieurbüros zu beauftragen, womit die EnAW eine unabhängige, fachlich bestmögliche Beratung und eine höhere Flexibilität bei der Abdeckung von Arbeitsspitzen gewährleisten kann. Alle EnAW-Beraterinnen und – Berater sind von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle zertifiziert, damit ein hoher Qualitätsstandard gewährt werden kann. Auch die Zufriedenheit der Unternehmen, die, wie die EFK in ihrem Bericht schreibt, gemäss Umfragen bei sehr hohen 95 Prozent liegt, bestätigt, dass die Auslagerungspraxis von der Wirtschaft geschätzt wird.

Vertrauen, von der die Umwelt profitiert

Die EnAW erinnert daran, dass die Unternehmen unseren EnAW-Beraterinnen und -Berater Zugang zu äusserst sensiblen Daten und sogar Geschäftsgeheimnissen gewähren. Das Vertrauen, das die Unternehmen den Energieberatenden entgegenbringt, hat die EnAW während ihres über 20-jährigen Bestehens sorgsam aufgebaut. Diese Beziehungen und auch das Vertrauen in die Fachexpertise der EnAW-Beraterinnen und -Berater führt dazu, dass Unternehmen teils kostspielige Massnahmen getätigt haben, um ihre Emissionen zu reduzieren und ihre Energieeffizienz zu steigern. Massnahmen, die schliesslich der Umwelt zugutekommen.

Vom 12. März bis 11. April 2024 organisiert der Verband Swissmem wieder den Basiskurs für Umweltbeauftragte.

Der Basiskurs für Umweltbeauftragte vermittelt ein umfassendes Grundwissen zum betriebsrelevanten Umweltschutz. Die Teilnehmenden erhalten eine Übersicht über die Rechte und Pflichten der Umweltverantwortlichen, die relevanten Rechtsgrundlagen, Umweltmanagementsysteme, betriebliche Ökobilanzen und Umweltkommunikation. Der Umgang mit Gefahrstoffen, Abwasser, Abfällen, Altlasten, Lärm und Luftbelastung bilden weitere Kursinhalte.

Die Themen Nachhaltigkeit, Ökodesign, Ressourcennutzung, Chemikalienrecht, CO₂- und Mobilitätsmanagement, Risikoanalyse und Umweltpsychologie werden als Grundlage für erste Handlungsansätze erarbeitet. 17 Referierende berichten dafür aus ihren Fachgebieten.

Die Kosten für den Kurs betragen 2300 Franken für Swissmem-Mitglieder bzw. 2880 Franken für Nicht-Mitglieder.

Weitere Informationen

Wir haben nachgefragt. Wir wollten wissen, was unsere Kunden beschäftigt, wo sie im Thema Nachhaltigkeit stehen und was sie von uns, der Energie-Agentur der Wirtschaft, erwarten um die Unternehmen im Energie- und Ressourcenmanagement vorwärts zu bringen. Die Resultate unserer Teilnehmerbefragung in Kürze.

Es gibt keine Zweifel: Nachhaltigkeitsziele sind in den Unternehmensphilosophien gut verankert und das Vertrauen in die Zusammenarbeit mit der EnAW und ihren Beraterinnen und Beratern ist hoch, wenn es um die Planung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele geht. Das zeigen die Resultate der Teilnehmerbefragung, die die EnAW im Oktober 2023 durchgeführt hat. Die Gründe, warum die Unternehmen auf die Zusammenarbeit mit der EnAW setzen sind neben der effizienten Erfüllung von gesetzlichen Pflichten insbesondere die massnahmenbasierte Umsetzung der Ziele, das Monitoring der Umweltleistung und die Ersparnis bei den Kosten durch die Reduktion des Energieverbrauchs. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der EnAW schätzen die exzellente Beratung im technischen Bereich genauso wie die Verlässlichkeit und Tiefe der für sie von der EnAW zur Verfügung gestellten Informationen.

Mit Zielvereinbarungen der EnAW vorwärts machen

Die Themen, die die Unternehmen aktuell am meisten beschäftigen, sind der Einsatz von erneuerbaren Energien und Energieträgern, die Planung und Umsetzung von Energie- und Ressourceneffizienzmassnahmen sowie nach wie vor die Situation bei der Versorgungssicherheit. Zudem wird das Instrument der Zielvereinbarung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele als wirksam beurteilt: Einmal mehr bestätigt sich, dass die Zielvereinbarung für die Unternehmen ein effizientes Instrument ist, das durch ihren prozessualen Charakter Planungssicherheit bringt und kontinuierlich zur Aufdeckung von neuen Effizienzpotenzialen führt. Die Unternehmen passen ihre Ziele nach oben an und sind bereit, auch freiwillige Zielvereinbarungen abzuschliessen.

Grosses Interesse an neuen Angeboten

Ein vertiefter Blick in die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen bis 2050 zeigt, dass der Einsatz von erneuerbaren Energien Priorität hat. Die vollständig rezyklierbare und die klimaneutrale Produktion und die Klimaneutralität von Gebäude und Anlage gewinnen zunehmend an Bedeutung, gefolgt von der Ressourceneffizienz/Kreislaufwirtschaft. Vor diesem Hintergrund erstaunt es nicht, dass das Interesse der Unternehmen an Angeboten wie der «Roadmap zur Dekarbonisierung» und «Ressourceneffizienz» gross ist. Die Unternehmen wollen ausserdem Best Practice Beispiele, um inspiriert den Weg zur Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz zu gehen.

Wir danken allen Kundinnen und Kunden sehr, die sich die Zeit genommen und an der Teilnehmerbefragung mitgemacht haben.

Die Schweizer Wirtschaft hat auf den letzten Winter hin schon eine Kontingenten-Handelsplattform geschaffen. Damit kann der wirtschaftliche Schaden im Falle einer schweren Energiemangellage reduziert werden.

Wer erinnert sich nicht? Vor einem Jahr nur waren die gesamte Energiebranche und halb Bundesbern nervös und befürchteten für den kommenden Winter eine schwere Energiemangellage. Im Eilzugtempo wurden Verordnungen für Strom und Erdgas erstellt, welche entweder vorbeugende Massnahmen erlaubten oder im Detail beschrieben, wie im tatsächlichen Falle einer Mangellage umgegangen werden muss, um Netzabschaltungen und damit wohl einen totalen Shut-Down der Schweiz zu vermeiden. Gut nur, dass sich der letzte Winter als der mildeste seit Messbeginn herausstellte und so genügend Strom und Erdgas für die Versorgung von Europa verfügbar waren.

Bei Strom und Erdgas wurden (und werden immer noch) Rationierungen für bestimmte Verbrauchergruppen vorgesehen. Unternehmen bekommen im Falle einer schweren Mangellage ein Kontigent an Kilowattstunden, welches diese während einer definierten Periode noch verbrauchen dürfen. Es war auch vorgesehen, dass ein «Kontingenten-Pooling» möglich gemacht werden soll. Die Umsetzung hingegen wurde der Wirtschaft überlassen.

Im Eiltempo entwickelte daraufhin die Energietreuhand-Unternehmung Enerprice eine Kontingentenhandels-Plattform (www.mangellage.ch). Unterstützt wurde sie dabei von der Energie-Agentur der Wirtschaft sowie von namhaften Wirtschaftsverbänden. In typisch schweizerischer Eigenverantwortung wurde also eine Lösung geschaffen für ein Problem, das hoffentlich nie eintreten würde. Seit Oktober 2023 wird www.mangellage.ch übrigens von Super Computing Systems (www.scs.ch) als IT-Expertin verantwortet und betrieben.

Ein Jahr später stehen wir an einem deutlich entspannteren Punkt als noch vor einem Jahr. Auch dieser Winter verspricht milde auszufallen und die vorsorglichen Massnahmen wie die Reserven in den Schweizer Stauseen, die Speicherung von Erdgas in den umliegenden Ländern und vor allem die stark erhöhte Verfügbarkeit von Flüssigerdgas (LNG) erhöhen die Versorgungssicherheit in der Schweiz und in Europa deutlich.

Kann also überhaupt noch etwas schieflaufen?

Bundesrat Albert Rösti hat es am kürzlich stattgefundenen Elcom-Forum gut kommuniziert. In seiner Beurteilung wird uns die Winterstromlücke noch ein paar Jahre beschäftigen, bis dass wir unsere Produktionskapazitäten genügend ausgebaut haben. Bis dahin benötigen die Schweizer Unternehmen auch eine Versicherungslösung, welche – sollte es denn wirklich zu wenige Energie haben – zumindest möglichst viel Schaden minimieren kann.

Sind Sie schon versichert?

René Baggenstos ist Geschäftsführender Partner bei Enerprice

Weitere Informationen

Übernächste Woche ist es wieder so weit: Das Energy Science Center (ESC), Kompetenzzentrum der ETH Zürich für Energieforschung und -bildung, organisiert seine jährliche Energiekonferenz Energy Week @ ETH.

Die Veranstaltung findet von Montag bis Freitag, 4. bis 8. Dezember, an der ETH Zürich und online statt. Es ist bereits die siebte Ausgabe der Energy Week. Sie bietet ein breites Spektrum an Aktivitäten: ein Symposium, Design-Thinking-Workshops für Studierende und Fokus-Dialoge. Zusätzlich ist sie in diesem Jahr auch eine Plattform für die Partnerveranstaltungen DemoUpCARMA Closing Event und Energy Data Summit.

Seit 2017 organisiert das Energy Science Center jährlich eine Energiekonferenz: Von 2017 bis 2019 war dies ein eintägiger Energy Day @ ETH, ab 2020 wurde die Veranstaltung vergrössert und ist nun die Energy Week @ ETH.

Wer an der diesjährigen Energy Week teilnehmen möchte: Bis 29. November kann man sich noch anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

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V-ZUG hat Grosses vor: Das Schweizer Unternehmen will seinen Produktionsstandort in Zug transformieren. Mit diesem Schritt sollen die Produktionskapazität erhöht, aber auch der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen gesenkt werden.

V-ZUG stellt unter anderem Backöfen her.

Blick in einen der Brennöfen von V-ZUG.

Auf dem Areal der V-ZUG in Zug bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen. Krane sind im Einsatz, Bauarbeiter schwitzen. Das Unternehmen lässt auf seinem Areal gleich mehrere Gebäude errichten. Auf rund der Hälfte seiner heutigen Fläche wird V-ZUG künftig die doppelte Produktionskapazität erreichen. Die Neubauten sind Teil einer Transformationsstrategie, die V-ZUG schon vor acht Jahren beschloss und ein wichtiger Teil des neu entstehenden Tech Cluster Zug ist. Dieser soll nicht nur die Produktion des Schweizer Traditionsunternehmens modernisieren, sondern auch zusätzliche Industriebetriebe und weitere Unternehmen auf dem Areal integrieren. Dadurch soll ein vernetztes städtisches Ökosystem für Innovation, Produktion und Ausbildung entstehen. Sämtliche Gebäude, die V-ZUG nutzen wird, sollen im Jahr 2026/2027 bezugsbereit sein.


Bereits bezogen ist der Neubau «Zephyr Hangar», das neue Produktionsgebäude für die Fertigung und Montage von Haushaltsgeräten wie zum Beispiel Waschmaschinen und Backöfen. Insgesamt 1500 m3 Schweizer Holz hat V-ZUG für den Bau verwendet. Doch nicht nur bei den Baumaterialien zielt «Zephyr Hangar» auf Nachhaltigkeit ab. Innerhalb des Gebäudes kommt beispielsweise ein Warmwasserwärmetauscher zum Einsatz. Dieser nutzt unter anderem einen Teil der Abwärme aus dem Emailofen, der auf rund 850 Grad Celsius erhitzt wird.

Optimiertes Tragwerksystem in Neubau


Noch im Bau befindet sich unter anderem «Zephyr Ost». Dieses Gebäude erstreckt sich über fünf Etagen und basiert auf 4200 Kubikmetern Recyclingbeton, der zusätzlich mit CO2 angereichert ist. Dieser Beton, so heisst es, spare gegenüber herkömmlichem Beton rund 71 Tonnen CO2 ein. Ein optimiertes Tragwerksystem mit Pilzdecken und Hohlkörpereinlagen sorgt dafür, dass die Decken leichter sind und weniger Beton verbraucht wird – und damit auch weniger CO2. Bislang ist «Zephyr Ost» den Angaben zufolge das grösste Bauprojekt mit klimafreundlicherem Beton.


Sowohl «Zephyr Ost» als auch «Zephyr Hangar» und der dritte Neubau im Bunde, «Zephyr West», sind bzw. werden an den so genannten Multi-Energy-Hub auf dem Gelände des Tech Clusters Zug gekoppelt. Dieser versorgt den Tech Cluster Zug schon heute mit Wärme, Kälte und erneuerbarem Strom. Dazu nutzt er neben der Abwärme der Industrieprozesse auch das See- und Grundwasser, also lokal vorhandene, erneuerbare Energie. Im Sommer wird die Prozesswärme im Grundwasser gespeichert. Im Winter wird sie zum Heizen wieder entzogen. Für Tobias Frei, Projektleiter für den Multi Energy Hub im Tech Cluster Zug, ist der Hub nichts weniger als ein «Leuchtturmprojekt»: «Eine Arealentwicklung mit einer ganzheitlichen Energielösung in dieser Grössenordnung ist meines Wissens in der Schweiz einmalig.»

Ökologischer Fussabdruck soll kleiner werden


Bis alle Neubauten fertiggestellt und komplett in Betrieb sind, fährt V-ZUG aber noch zweigleisig. Denn parallel zu den Anlagen in den neuen Gebäuden, die Schritt für Schritt in Betrieb genommen werden, läuft die Produktion in den bestehenden weiter. Deshalb verbraucht V-ZUG trotz der effizienteren neuen Anlagen momentan noch mehr Energie. «Wir haben beispielsweise bei der Emailanlage einen Doppelbetrieb», sagt Marcel Niederberger, Leiter Nachhaltigkeit bei V-ZUG. Hinzu kommt, dass jene alte Gebäude, die V-ZUG für den reibungslosen Produktionsablauf noch nutzen muss, eine deutlich schlechtere Energiebilanz haben als die entstehenden Neubauten. Immerhin wird die neue Energieversorgung das betriebliche Wachstum vom ökologischen Fussabdruck unabhängig machen. So soll der Energieverbrauch bis 2033 wachstumsbedingt um 60 Prozent steigen, der ökologische Fussabdruck sich aber um 27 Prozent verringern.


Vorläufig muss V-ZUG auch noch auf Erdgas zurückgreifen. Künftig soll dieses jedoch durch Wasserstoff ersetzt werden. Dazu hat das Unternehmen ein Pilotprojekt mit der Empa gestartet: Es will auf seinem Gelände eine Methanpyrolyseanlage installieren. Den Wasserstoff will V-ZUG für die Industrieprozesse nutzen. Allenfalls könnte er aber auch für die Fahrzeugflotte eingesetzt werden. Zurzeit setzt V-ZUG beim Ersatz von Fahrzeugen auf rein elektrische Alternativen. Insgesamt sollten die CO2-Emissionen der V-ZUG (Scope 1 und 2) im Vergleich zu 2020 bis 2030 um 80 Prozent sinken. Den grössten Hebel sehen die Verantwortlichen jedoch bei den Geräten und deren Betrieb. Hier könne mit der Langlebigkeit und Reparierbarkeit der Materialien schon viel erreicht werden, heisst es. Auch die Energieeffizienz der Geräte soll laut V-ZUG weiterhin verbessert werden. Zudem soll der Umweltfussabdruck kontinuierlich sinken. Und dies auch mit Hilfe der Gerätenutzerinnen und -nutzer, etwa beim Entscheid, welche Programme gestartet werden oder wie die Restwärme beim Backofen genutzt wird.

Niederberger: «Professionelle Unterstützung von der EnAW»

Aber auch bei den noch bestehenden Gebäuden wurde immer wieder in die Energieeffizienz investiert. Zum Beispiel wurde ein Teil der Leuchtmittel auf LED umgestellt oder die Raumtemperatur, etwa im Serverraum, angepasst. Zudem nutzen sie die Abwärme der Druckluftzentrale. Massnahmen, die V-ZUG mit Unterstützung der Energie-Agentur der Wirtschaft umgesetzt hat. «Wir haben von der EnAW professionelle Unterstützung bekommen», sagt Niederberger.


In den letzten wie auch noch in den kommen Jahren investiert V-ZUG jährlich ca. 50 Millionen Franken in die Transformation, insbesondere in Produktionsanlagen und Bauten. Bis die Transformation und somit Investition in «Swiss Made» im Jahr 2026/2027 vorerst abgeschlossen ist, dürften die Investitionen mehrere hundert Millionen Franken betragen.

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