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Versicherungen schliesst man besser ab, bevor das Haus brennt

28.11.2023

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Die Schweizer Wirtschaft hat auf den letzten Winter hin schon eine Kontingenten-Handelsplattform geschaffen. Damit kann der wirtschaftliche Schaden im Falle einer schweren Energiemangellage reduziert werden.

Wer erinnert sich nicht? Vor einem Jahr nur waren die gesamte Energiebranche und halb Bundesbern nervös und befürchteten für den kommenden Winter eine schwere Energiemangellage. Im Eilzugtempo wurden Verordnungen für Strom und Erdgas erstellt, welche entweder vorbeugende Massnahmen erlaubten oder im Detail beschrieben, wie im tatsächlichen Falle einer Mangellage umgegangen werden muss, um Netzabschaltungen und damit wohl einen totalen Shut-Down der Schweiz zu vermeiden. Gut nur, dass sich der letzte Winter als der mildeste seit Messbeginn herausstellte und so genügend Strom und Erdgas für die Versorgung von Europa verfügbar waren.

Bei Strom und Erdgas wurden (und werden immer noch) Rationierungen für bestimmte Verbrauchergruppen vorgesehen. Unternehmen bekommen im Falle einer schweren Mangellage ein Kontigent an Kilowattstunden, welches diese während einer definierten Periode noch verbrauchen dürfen. Es war auch vorgesehen, dass ein «Kontingenten-Pooling» möglich gemacht werden soll. Die Umsetzung hingegen wurde der Wirtschaft überlassen.

Im Eiltempo entwickelte daraufhin die Energietreuhand-Unternehmung Enerprice eine Kontingentenhandels-Plattform (www.mangellage.ch). Unterstützt wurde sie dabei von der Energie-Agentur der Wirtschaft sowie von namhaften Wirtschaftsverbänden. In typisch schweizerischer Eigenverantwortung wurde also eine Lösung geschaffen für ein Problem, das hoffentlich nie eintreten würde. Seit Oktober 2023 wird www.mangellage.ch übrigens von Super Computing Systems (www.scs.ch) als IT-Expertin verantwortet und betrieben.

Ein Jahr später stehen wir an einem deutlich entspannteren Punkt als noch vor einem Jahr. Auch dieser Winter verspricht milde auszufallen und die vorsorglichen Massnahmen wie die Reserven in den Schweizer Stauseen, die Speicherung von Erdgas in den umliegenden Ländern und vor allem die stark erhöhte Verfügbarkeit von Flüssigerdgas (LNG) erhöhen die Versorgungssicherheit in der Schweiz und in Europa deutlich.

Kann also überhaupt noch etwas schieflaufen?

Bundesrat Albert Rösti hat es am kürzlich stattgefundenen Elcom-Forum gut kommuniziert. In seiner Beurteilung wird uns die Winterstromlücke noch ein paar Jahre beschäftigen, bis dass wir unsere Produktionskapazitäten genügend ausgebaut haben. Bis dahin benötigen die Schweizer Unternehmen auch eine Versicherungslösung, welche – sollte es denn wirklich zu wenige Energie haben – zumindest möglichst viel Schaden minimieren kann.

Sind Sie schon versichert?

René Baggenstos ist Geschäftsführender Partner bei Enerprice

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