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Einführung des Grossverbrauchermodells im Kanton Basel-Stadt

Am 1. Oktober 2017 trat das revidierte Energiegesetz im Kanton Basel-Stadt in Kraft. Die neue gesetzliche Grundlage hat Auswirkungen für die rund 200 Grossverbraucher im Kanton Basel-Stadt. Diese werden mit den neuen Vorschriften allerdings nicht allein gelassen, sondern vom Kanton, der Handelskammer beider Basel sowie dem Gewerbeverband motiviert, unterstützt und begleitet.

Oktober 2017 – das revidierte Energiegesetz im Kanton Basel-Stadt trat in Kraft. Und jetzt? Wer ist davon betroffen? Was muss ein Grossverbraucher beachten und vor allem: Wer hilft ihm dabei? Um all diese Fragen zu klären, stellt das Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt an drei Terminen im März und April die wesentlichen Elemente der neuen Vorschriften für Grossverbraucher vor. Unterstützung erhält der Veranstalter dabei von der Handelskammer beider Basel und dem Gewerbeverband. Nicht zuletzt deshalb, weil die Motivation der Unternehmen aus der wirtschaftlichen Perspektive für die ideale Umsetzung des Grossverbrauchermodells essenziell ist. Omar Ateya, Leiter des Bereichs Energie, Umwelt und Raumplanung der Handelskammer beider Basel weiss, was die Unternehmen brauchen und ist sich sicher: Das Zauberwort lautet Universalzielvereinbarung.

 

«Wenn man mehr machen kann, soll man das dürfen, aber nicht müssen. Das ist mit diesem Gesetz gewährleistet.»

Interview mit Omar Ateya, Bereichsleiter Raumplanung, Energie & Umwelt, Handelskammer beider Basel

 

Herr Ateya, was ist am Kanton Basel-Stadt im Vergleich zu anderen Kantonen energietechnisch besonders?

Basel-Stadt ist klar ein Pharma- und Chemiestandort mit entsprechenden Herausforderungen. Diese Unternehmen sind häufig sehr energieintensiv. Ausserdem ist Basel-Stadt ein relativ kleinräumiger Kanton, welcher sehr viel Wertschöpfung auf engem Raum generiert. Dies führt dazu, dass flächenintensive Nutzungen, wie Logistik nicht primär in der Stadt abgewickelt werden.

 

Wie viele dieser energieintensiven Unternehmen unterliegen im Kanton Basel-Stadt dem neuen Grossverbrauchermodell und wie gehen diese am besten damit um?

Es sind rund 200 Unternehmen davon betroffen. Es ist die Aufgabe des Kantons, diese Unternehmen auf ihre Pflichten aufmerksam zu machen und ihnen Optionen zur Umsetzung aufzuzeigen.

 

Was sind das für Optionen?

Für die Unternehmen bestehen verschiedene Möglichkeiten. Auf freiwilliger Basis können Unternehmen eine Universalzielvereinbarung mit dem Bund oder eine Kantonale Zielvereinbarung mit dem Kanton abschliessen. Die sogenannte Energieverbrauchsanalyse wiederum ist der Hebel des Kantons, wenn sich die Unternehmen für keine der freiwilligen Optionen entschieden haben – im Grunde also eine Verfügung.

 

Und welche Option ist für Sie der Königsweg?

Die Universalzielvereinbarung birgt viele Vorteile, die die anderen beiden Optionen nicht bieten. Mit einer Universalzielvereinbarung können die Unternehmen von der Rückerstattung der CO2-Abgabe und dem Netzzuschlag profitieren. Ausserdem berücksichtigt die Universalzielvereinbarung die individuelle Situation der Unternehmen und gewährleistet bei der Umsetzung von wirtschaftlichen Effizienzmassnahmen eine gewisse Flexibilität. Die Umsetzungsfrist ist bei der Universalzielvereinbarung mit zehn Jahren länger als beispielsweise bei der Energieverbrauchsanalyse, bei der man nur drei Jahre Zeit hat. Zudem werden die Unternehmen bei der Universalzielvereinbarung jährlich kontrolliert und dürfen auch mal ein Jahr vom Zielpfad abweichen.

 

Worin besteht die grösste Aufgabe für die Handelskammer an den Informationsveranstaltungen?

Unsere grösste Aufgabe ist es sicherlich, die Mitglieder zu motivieren und ihnen transparent aufzuzeigen, welche Optionen ihnen mit welchen Vor- und Nachteilen zur Verfügung stehen. Ausserdem stellen wir für Grossverbraucher, die bereits sehr viel geleistet haben, sicher, dass diese Leistungen anerkannt werden, wenn sie weiterhin bereit sind, mit wirtschaftlichen Massnahmen mehr Einsparungen zu bewerkstelligen. Wenn man mehr machen kann, soll man das dürfen, aber nicht müssen. Das ist mit dem neuen Gesetz gewährleistet.

 

Zur Person

Omar Ateya ist seit neun Jahren bei der Handelskammer beider Basel beschäftigt. Seit 2017 leitet er den Bereich Energie, Umwelt und Raumplanung. Der studierte Umweltwissenschaftler vertritt in dieser Rolle die Anliegen der Basler Wirtschaft in lokalen, kantonalen und nationalen Gremien.

 

Der Grossverbraucherartikel

Grosse Energieverbraucher können auf der Basis der kantonalen Energiegesetze zur Steigerung der betrieblichen Energieeffizienz verpflichtet werden. Grosse Energieverbraucher sind Unternehmen mit einem Wärmeverbrauch von mehr als fünf Gigawattstunden und/oder einem Elektrizitätsverbrauch von mehr als einer halben Gigawattstunde pro Jahr an einer Verbrauchsstätte respektive der zugehörigen Messstelle.

 

Die Informationsveranstaltungen zur Umsetzung der Grossverbraucher-Bestimmungen finden in Basel-Stadt wie folgt statt:
  • 14.3.2018 von 8:00 bis 10:00 im Rialto an der Birsigstrasse 45
  • 22.3.2018 von 8:00 bis 10:00 an der Dufourstrasse 40
  • 4.4.2018 von 16:00 bis 18:00 an der Dufourstrasse 40

 

 

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