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20181106094644 Jacqueline Jakob Freigestellt

Informationen zur Rückerstattung des Netzzuschlags

Mit der Annahme der Energiestrategie 2050 durch das Stimmvolk sind diverse Gesetzes- und Verordnungsänderungen verbunden, die am 1. Januar 2018 in Kraft treten. Wir zeigen Ihnen, welche Auswirkungen diese Änderungen auf die Rückerstattung des Netzzuschlags für EnAW-Teilnehmerfirmen haben und wie Sie überprüfen können, ob Ihr Unternehmen den Netzzuschlag zurückfordern kann.

Mit dem Zuschlag auf die Übertragungskosten der Hochspannungsnetze werden unter anderem die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) und die Einmalvergütung für die neuen erneuerbaren Energien sowie die wettbewerblichen Ausschreibungen finanziert. Im Mai 2017 wurde durch das Stimmvolk die Energiestrategie 2050 angenommen. Die damit verbun­denen Gesetzes- und Verordnungsänderungen treten am 1. Januar 2018 in Kraft. Der Netzzuschlag wird ab 1. Januar 2018 von 1.5 auf 2.3 Rappen pro Kilowattstunde erhöht. Dies hat zur Folge, dass die Stromkosten steigen werden.

Stromintensive Unternehmen können sich den Netzzuschlag rückerstatten lassen. Der Netzzuschlag wird bei einer Stromintensität ab 10 Prozent vollständig, bei einer Stromintensität zwischen 5 und 10 Prozent teilweise rückerstattet.

 

Voraussetzungen für die Rückerstattung
  • Die Elektrizitätskosten müssen mindestens 5 Prozent der Bruttowertschöpfung betragen. Damit ist die Stromintensität gemeint. Sie ist das Verhältnis der Elektrizitätskosten zur Bruttowertschöpfung.
  • Das Unternehmen muss eine Mindestrückerstattungssumme von 20 000 Franken pro Jahr erreichen. Dies gilt auch, wenn nur ein Teilbetrag des Netzzuschlags zurückerstattet wird.
  • Der Betrieb muss über eine abgeschlossene Zielvereinbarung (ZV) mit dem Bund verfügen.
  • Die Firma weist eine eigene Rechnungsabgrenzung (AG, GmbH, etc.) auf.
  • Betriebe, die vorwiegend öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen, können sich den Netzzuschlag nicht rückerstatten lassen.

 

Neuerungen ab 1.1.2018
  • Der Netzzuschlag wird auf 2.3 Rappen pro Kilowattstunde erhöht. Somit werden mehr Unternehmen als bisher die Mindestrückerstattungssumme von 20 000 Franken erreichen.
  • Endverbraucher, die überwiegend eine ihnen gesetzlich oder vertraglich übertragene öffentlich-rechtliche Aufgabe ausführen, sind künftig nicht mehr rückerstattungsberechtigt.
  • Bis anhin mussten Firmen 20 Prozent der Rückerstattungssumme in knapp unwirtschaftliche Energieeffizienzmassnahmen investieren. Diese Pflicht entfällt.
  • Neu dürfen in die Elektrizitätskosten auch der Netzzuschlag sowie die Kosten für den Betrieb und Unterhalt von Arealnetzen einbezogen werden.

Da die Mindestrückerstattungssumme von 20 000 Franken aufgrund der höheren Stromkosten ab dem 1.1.2018 schneller erreicht wird, empfehlen wir, die Berechtigung für die Rückerstattung des Netzzuschlags erneut zu prüfen.

 

Vorgehen

Wenn ein Unternehmen mit abgeschlossener Zielvereinbarung nachträglich den Netzzuschlag zurückerhalten möchte, ist folgendermassen vorzugehen. Ihr EnAW-Berater und die EnAW-Monitoring-Tools unterstützen Sie dabei.

  • Prüfen Sie mit unserem RNZ-Rechner, ob Ihr Unternehmen rückerstattungsberechtigt ist.
  • Sollte Ihr Unternehmen im KMU-Modell sein, muss es ins Energie-Modell der EnAW wechseln, um in den Genuss der Rückerstattung zu kommen.
  • Informieren Sie das BFE, dass das Unternehmen zukünftig den Netzzuschlag zurückerhalten möchte. Die Zielvereinbarung wird hierfür noch einmal auf Entwurf gesetzt.
  • Die Zielvereinbarung muss anschliessend überarbeitet werden, damit sie den Vorgaben des BFE bezüglich der Rückerstattung des Netzzuschlags entspricht (zum Beispiel linearen Zielpfad einfügen, Potenzialanalyse und Massnahmenliste vervollständigen oder aktualisieren).
  • Den Anpassungsbedarf besprechen Sie oder Ihr EnAW-Berater am besten zuerst bilateral mit dem BFE.
  • Abschliessend gelangt die überarbeitete Zielvereinbarung wieder ins Audit.

 

Fristen

Für eine Rückerstattung des im Jahr 2018 bezahlten Netzzuschlags erarbeiten Sie ab Frühling 2018 die Zielvereinbarung. Das analoge Prozedere gilt für die Folgejahre. Falls Ihr Geschäftsjahr dem Kalenderjahr entspricht, sind folgende Termine massgeblich:

  • September (drei Monate vor Ende des Geschäftsjahres): Einreichen der Zielvereinbarung.
  • Dezember (Ende des Geschäftsjahres): Definitiver Abschluss der Zielvereinbarung.
  • Juni (sechs Monate nach Abschluss des Geschäftsjahres): Gesuchstellung für die Rückerstattung.

 

Gerne unterstützen wir Sie bei allen Fragen rund um die Rückerstattung des Netzzuschlags oder bei der Berechnung der Stromintensität.