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EIN FEINSCHLIFF FÜR DIE ENERGIEBILANZ

Die Duss Küchen AG in Emmenbrücke zeichnet sich durch selbst produzierte und individuelle Schreinerarbeiten sowie ihre regionale Verankerung aus. Seit 2012 nimmt das Unternehmen am KMU-Modell der EnAW teil und lässt auch in Sachen Energieeffizienz nichts schleifen, denn: Der Küchenbauer denkt aktiv mit und spart so nicht nur Energie, sondern auch Kosten.

Glänzen auch in Sachen Energieeffizienz: Die Schreinerarbeiten der Duss Küchen AG stehen für Individualität und Nachhaltigkeit.

Im Ausstellungsraum der Duss Küchen AG im luzernischen Emmenbrücke werden Wünsche in Sachen Schreinerarbeiten wahr. Was im Jahr 1985 als beschaulicher Küchenhandel und kleine Schreinerei seinen Anfang gefunden hat, ist heute ein erfolgreiches Traditionsunternehmen mit 38 Mitarbeitenden. Küchen, Türen, Schränke, Bodenbeläge und Badezimmermöbel – das Unternehmen verrichtet Schreinerarbeiten von A bis Z. Die Spezialität, so verrät es bereits der Name, ist die Eigenproduktion von Küchen. Circa 400 Massanfertigungen werden jährlich in den eigenen Hallen produziert. Dabei wird alles, was nicht Metall oder Stein ist, eigenhändig und vor Ort hergestellt. «Den einheimischen Wirtschaftsstandort nachhaltig unterstützen » lautet das firmeninterne Credo. Was das heisst, weiss keiner besser als der gelernte Schreiner und Geschäftsinhaber René Widmer: «Als Unternehmen haben wir eine soziale Verpflichtung den Menschen und der Umwelt gegenüber und wir versuchen, diese bestmöglich wahrzunehmen.» Deshalb arbeitet der Küchenbauer mit langjährigen und regionalen Geschäftspartnern, bezieht Strom aus Wasserkraft, unterstützt die Waldpflege und nimmt seit 2012 am KMU-Modell der EnAW teil.

ENERGIEEFFIZIENZ GEHT AUCH FREIWILLIG

Energiesparen und Nachhaltigkeit seien schon immer im Sinn und Geist des Unternehmens gewesen, so Widmer. Deshalb erstaunt es wenig, dass sich das KMU auf freiwilliger Basis zu Sparmassnahmen im Energiebereich verpflichtet hat. «Das mit der Energieeffizienz machen wir aus Überzeugung nur für uns», so Widmer. EnAW-Berater Daniel Arnet, welcher die Duss Küchen betreut, pflichtet dem bei: «Wenn dem Unternehmen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz am Herzen liegen, lohnt sich die Teilnahme am KMU-Modell nicht nur wirtschaftlich, sondern macht auch Spass.»

GROSSES EINSPARPOTENZIAL BEREITS REALISIERT

Wer alles selber produziert, benötigt entsprechende Maschinen – und diese brauchen Strom. Das grösste Einsparpotenzial befindet sich aber nicht in der Produktion, sondern bei den gebäudetechnischen Gegebenheiten: «Das Gebäude steht auf dem ehemaligen Fabrikgelände einer Viskosefabrik und ist schon alt», erzählt Widmer. Um die Energiebilanz zu verbessern, wurden in Emmenbrücke die Fenster isoliert, Türdichtungen ersetzt sowie die Schaltzeiten der Lufterhitzer im Ausstellungsraum optimiert. Der grosse Coup gelang dem Unternehmen im Jahr 2016, nur knapp ein Jahr nach Erneuerung der Zielvereinbarung, mit der Isolierung der Heizungsleitungen. Der Wärmeverlust der Heizung im Untergeschoss war der Firma energietechnisch lange ein Dorn im Auge. Allein durch die Umsetzung dieser Massnahme spart der Küchenbauer jährlich über 97 000 Kilowattstunden an Erdgas. Mit einem Payback von deutlich unter vier Jahren hat sich die Dämmung der Heizrohre auch wirtschaftlich bereits ausbezahlt. «Zudem haben wir die Wärme nun hier oben im Produktions- und Ausstellungsbereich, wo wir sie auch brauchen», so Widmer.

ÜBER DIE ZIELVEREINBARUNG HINAUS

Im Ausstellungsbereich braucht es nicht nur Wärme, sondern auch viel Licht. Mit einem Blick nach oben gesteht Widmer: «Hier haben wir noch ein wenig Nachholbedarf. Das sind alles noch herkömmliche Halogenlampen.» Der neue Pausenraum strahlt hingegen seit Kurzem im neuen LED-Glanz – und dies, obwohl dieser Leuchtmittelersatz im Massnahmenkatalog gar nicht vorgesehen war. Das zeigt: Die Duss Küchen denken in Sachen Energieeffizienz aktiv mit. Die sachliche und kompetente Beratung der EnAW möchte das Unternehmen dabei nicht missen: «Dank der Zusammenarbeit mit der EnAW können wir auf wirtschaftliche Art und Weise Energie sparen, ohne dass dabei die Qualität unserer Produkte leidet», erzählt Widmer. Auch Arnet ist zufrieden mit dem Schreinereiunternehmen, werden doch die Energieziele aus der gemeinsam erarbeiteten Zielvereinbarung sogar übererfüllt.

GUTES TUN ZAHLT SICH AUS

Für Widmer ist die Teilnahme am KMU-Modell nicht nur eine Herzenssache. Der Geschäftsinhaber ist überzeugt, dass er damit auch eine lukrative Möglichkeit gefunden hat, um den Geldbeutel zu schonen: «Dank der Zusammenarbeit mit der EnAW sind wir heute viel wirtschaftlicher unterwegs. Das ist schon ein Wettbewerbsvorteil für uns.» Dass die Klimastiftung Schweiz im Rahmen ihres Förderprogrammes dem KMU die Hälfte des Jahresbeitrages an die EnAW gutschreibt, ist sozusagen das Tüpfelchen auf dem «i» und spornt an, den Nachhaltigkeitsgedanken auch in Zukunft nicht schleifen zu lassen.

Klimastiftung Schweiz

Die von namhaften Dienstleistungsunternehmen gegründete Klimastiftung Schweiz unterstützt die Duss Küchen AG finanziell beim Energiesparen und bei der CO₂-Reduktion. Sie hilft unbürokratisch und rasch bei der Finanzierung von Investitionen in Effizienzmassnahmen und fördert Innovationen.

350 000 Gemüsekisten durchlaufen täglich das Gebinde Logistik Center in Villmergen. Um diese Menge zu bewältigen und die Abläufe möglichst effizient und energiesparend zu halten, arbeitet das Unternehmen seit über 15 Jahren mit der EnAW zusammen.

Rund 88 Millionen Gemüsekisten pro Jahr werden in Villmergen sortiert, gereinigt und weiter verteilt.

Sie sind dunkelgrün, eher unscheinbar und sehr stabil. So stabil, dass sie eigentlich nie kaputtgehen. Wenn abends auch die letzten Mandarinen und Rüebli aus diesen Kisten im Laden verschwunden sind, beginnt für die grünen Verpackungen ein weiterer Kreislauf ihres sehr langen Lebens. Zuerst werden die leeren Kisten zusammengeklappt – in dieser Form sind sie fünfmal kleiner als mit Rüebli. Dann werden sie gestapelt auf ein Holzpalett verladen, welches zuerst in eine Verteilzentrale und später nach Villmergen kommt. An einem der zahlreichen Wareneingänge des Gebinde Logistik Centers (GLC) entladen Fahrer die Plastikkisten – über 350 000 pro Tag. Im Schichtbetrieb werden die Gemüsekisten hier sortiert, gewaschen und getrocknet, bis sie sich bereits wenige Stunden später sauber und geordnet auf ihre nächste Reise begeben.

PAUSENLOS EFFIZIENT

Im Inneren des GLC türmen sich die Plastikkisten zu haushohen Stapeln. Roboterarme ordnen die grünen Unterlagen nach Form und Grösse, bevor sie über schier endlose Fliessbandstrassen in Richtung Waschmaschine transportiert werden. Einer, der sich dieses sorgfältig orchestrierte Gebilde an Förderbändern immer wieder gerne anschaut, ist Urs Winkelmann. Als Betriebsleiter behält er die technischen Abläufe stets im Blick, denn seine Anlagen pausieren eigentlich nie – ausser bei Wartungsarbeiten. Winkelmann erklärt es so: «Wir bieten hier eine relativ simple Dienstleistung an: Wir sortieren, waschen und verteilen die Kisten weiter. Wir können kein teures Produkt verkaufen, da ist es umso wichtiger, effizient zu arbeiten.» Effizient heisst, dass eine Kiste den ganzen Prozess in eineinhalb Stunden durchläuft – nur 75 Sekunden davon verbringt sie effektiv in der Waschmaschine. Effizient heisst für Winkelmann aber auch, Störungen zu vermeiden und den Energieverbrauch ständig zu optimieren – um damit Kosten zu sparen.

NACHHALTIG ZURÜCKFAHREN

Entstanden ist das GLC aus der Zingg Transporte AG, deren Lastwagen vor allem Lebensmittel transportieren. Der Firmengründer Werner Zingg störte sich an den vielen Leerfahrten, welche seine Fahrzeuge nach Ablieferung der Ware zurücklegten. Das Unternehmen fing an, die leeren Kisten wieder mitzunehmen und gleich selbst zu waschen. Der Vorläufer des GLC war geboren – basierend auf einer simplen, aber nachhaltigen Idee. Heute ist die Firma schweizweit einzigartig: Sämtliche Gemüsekisten dieser Art kehren zum Waschen regelmässig nach Villmergen zurück. Diese besondere Marktposition gibt Ansporn zur Innnovation. Am Waschprozess selbst könne jedoch nicht mehr viel optimiert werden und die Kisten seien so stabil, dass sie viele Jahre lang hielten, so Winkelmann. Was bleibt, ist der Weg zu noch mehr Effizienz im ganzen Ablauf – damit werden auch die Energiekosten gesenkt. Ein Meilenstein auf diesem Weg war der Ersatz der alten Trocknungsanlage, eine von der EnAW unterstützte Massnahme. Früher föhnten hunderte Ventilatoren die Kisten trocken und verbrauchten Unmengen an Energie. Heute wird dieser Prozess von einer Schleudereinrichtung übernommen, inklusive Energierückgewinnung beim Abbremsen. Die Zentrifuge trocknet ganze Kistenstapel gleichzeitig und verbraucht zehnmal weniger Energie. In Zukunft sollen mehrere kleine Maschinen die heutige, grosse Zentrifuge ersetzen. Winkelmann: «Wenn die grosse Maschine kaputt ist, kann ich meine Leute nach Hause schicken. Die kleinen Maschinen erzielen denselben Effekt, aber mit kleineren Mengen und Einheiten.» Das Risiko eines Stillstands wird also minimiert.

«ICH SPARE UND ER RECHNET»

Seit Beginn sind das GLC und die Zingg Transporte AG zusammen Teilnehmer der EnAW. Mit der Unterstützung von EnAW-Berater Thomas Pesenti haben die Unternehmen eine Universalzielvereinbarung mit dem Bund unterschrieben. Die Massnahmen zur Effizienzsteigerung werden damit anerkannt und kantonale Detailvorschriften im Energiebereich automatisch erfüllt. Die Vereinbarung berechtigt ausserdem zur Rückforderung der Abgabe auf CO2-Emissionen. Winkelmann ist zufrieden mit der EnAW: «Dank Herrn Pesenti müssen wir uns gar nicht gross mit Gesetzen wie dem Grossverbraucherartikel auseinandersetzen. Ich versuche einfach einzusparen und er rechnet alles aus und unterstützt uns bei der administrativen Arbeit.» So spart das GLC von Jahr zu Jahr mehr Energie. Die Nachhaltigkeitsidee aus der Gründungszeit ist in der Gegenwart angekommen.

In Arosa steht das wahrscheinlich grünste Hotel der Schweiz. Dank eines einzigartigen Energiekonzepts kommt das Valsana Hotel & Appartements praktisch ohne fossile Energien aus. Ökologie und Nachhaltigkeit bilden die Grundpfeiler des neu eröffneten Hauses. Die Tschuggen Hotel Group setzt damit neue Standards für eine nachhaltige Hotellerie – unterstützt wird sie dabei von der EnAW.

Heizöl war gestern: Das Hotel Valsana bezieht fast sämtliche Energie aus Abwärme und einem hauseigenen Eisspeicher.

Am Ortseingang von Arosa – direkt am Obersee gelegen – stehen drei elegant und modern anmutende Gebäude. Die Fassaden aus Glas und perforierten Balkongeländern stechen ins Auge und lassen künstlerisches Flair vermuten. Dennoch verrät die Form des Gebäudes sofort dessen eigentliche Funktion: ein schickes Hotel in einem Wintersportort. Das Valsana hat Geschichte: Seit über 115 Jahren steht an diesem Ort ein Hotel. Mit einem kleinen Unterbruch, als das alte Gebäude 2015 abgerissen und in seiner heutigen Form neu aufgebaut wurde. Corinne Denzler ist Direktorin der Tschuggen Hotel Group, zu welcher das Vier-Sterne-Haus in Arosa gehört. Der Entscheid zum Abbruch sei kein einfacher gewesen: «Aber wenn ein Skelett so alt ist, kann man noch so viel verschönern, irgendwann ist der Knochen trotzdem spröde.» Das altehrwürdige Haus ist also verschwunden. An derselben Stelle steht nun aber ein Bauwerk, das mindestens ebenso gute Chancen hat, einst in die Geschichte des Ortes einzugehen.

WÄRME AUS EIS

Die eigentliche Sensation des «Valsana»-Neubaus findet sich allerdings erst hinter dessen hübscher Fassade. Im unterirdischen Bauch der Anlage verstecken sich ein Eisspeicher, 18 Erdsonden und Verbindungen zu den Kühlanlagen des benachbarten Coop-Supermarkts. Diese Anlagen ermöglichen es, dass das Hotel Valsana schon im ersten Betriebswinter 96 Prozent seines Wärmebedarfs selbst decken konnte. Energiequellen sind in erster Linie die eigene Abwärme und diejenige des benachbarten Supermarkts sowie der Eisspeicher. Vor allem im Sommer fliesst überschüssige Wärmeenergie in den Eisspeicher. Dieser Speicher ist eigentlich ein riesiger Wassertank, in dem über 400 Meter dünne Rohre angeordnet sind, durch welche eine chemische Flüssigkeit fliesst. Muss im Haus geheizt werden, wird dieser Flüssigkeit durch Wärmepumpen Energie entzogen und ins Haus geleitet. Bei grosser Energieentnahme kann das Wasser um die Rohre dabei gefrieren. Um den Speicher wieder zu füllen und das Eis zu schmelzen, muss dem Wassertank lediglich neue Abwärme zugeführt werden.

«AUGEN ZU UND DURCH»

Die Bilanz nach je einer Winter- und Sommersaison kann sich sehen lassen: «Wir brauchen praktisch kein Heizöl mehr, für ein Hotel ist das fantastisch!» Denzler ist mehr als zufrieden. Das alte Hotel verbrauchte im Schnitt 135 000 Liter Heizöl pro Jahr. Der Neubau benötigte im ersten Winter bloss noch vier Prozent davon, und selbst das nur, weil die Notheizung einmal einspringen musste. Ein Energiekonzept dieser Art gab es bei einem Hotel zumindest in der Schweiz noch nie. Eine entsprechende Unsicherheit sei natürlich da gewesen, gibt Denzler zu. «Irgendwann haben wir einfach gesagt: Augen zu und durch.» Der Wagemut, einen solchen Entscheid durchzuziehen, hat sich ausbezahlt. Der CO2-Ausstoss hat sich damit um 20 Kilogramm pro Logiernacht verringert. Geht die Entwicklung weiter in diese Richtung, möchte die Hotelgruppe bald sogar CO2-neutrale Übernachtungen anbieten.

SPAREND GEWINNEN

EnAW-Berater Daniel Schneiter zeigt sich ebenfalls begeistert vom neuen «Valsana»-Konzept. Er kennt sich aus mit Energieversorgung und Effizienzkonzepten bei Hotels: Für die EnAW betreut er über 100 Betriebe in der ganzen Schweiz. Auch beim Neubau in Arosa war seine Expertise gefragt, für Schneiter «ein Sechser im Lotto». Es sei toll gewesen, mit einer so aufgeschlossenen Bauherrschaft zusammenzuarbeiten. Schneiter meint damit vor allem die Besitzerfamilie der Tschuggen Hotel Group, welche ihre Hotels erfolgreich, aber auch nachhaltig führen möchte. Neben dem Valsana gehören noch vier weitere Hotels in Ascona, St. Moritz und Arosa zur Gruppe. Im Rahmen des Projekts «Leuchtturm» (siehe Infobox) haben die Hotels zusammen mit der EnAW eine gemeinsame Universalzielvereinbarung mit dem Bund abgeschlossen. Dank dieser Vereinbarung erhält das Unternehmen jährliche Rückerstattungen der CO2-Abgabe im sechsstelligen Bereich.

BODENSTÄNDIG UND VISIONÄR

Nachhaltigkeit ist im «Valsana» nicht bloss Theorie, sondern zeigt sich in allen Facetten und Details. Dazu gehören die Auswahl an lokalen Nahrungsmitteln, die Ladestationen für Elektrofahrzeuge oder ein bewusster Verzicht auf PET und Papier. Doch so sehr ihr all das am Herzen liege, meint Denzler, «am Ende des Tages müssen auch wir unser Geld verdienen». Geringere Energiekosten und Rückerstattungen tragen massgebend zur Wirtschaftlichkeit der Hotels bei. Trotzdem bleibt es ein Balanceakt zwischen Gästezufriedenheit, Nachhaltigkeit und Rentabilität, den Denzler und ihre Mitarbeitenden jeden Tag aufs Neue vor sich haben. Das Hotel Valsana hat sich dieser Herausforderung in aller Grösse angenommen. Die Tschuggen Hotel Group möchte damit neue Standards für eine nachhaltige Hotellerie setzen: «Dieses Haus soll uns die Zukunft aufzeigen», sagt Denzler und hofft, dass sie damit viele Nachahmer finden wird.

Projekt «Leuchtturm»

Das Projekt «Leuchtturm – Energieeffiziente Hotels Graubünden» wurde 2014 mit dem Tourismuspreis Milestone 2014 ausgezeichnet. Es zeigt den Hotels konkrete Wege auf, ihren Energieverbrauch und CO2-Ausstoss zu verringern und gleichzeitig Kosten zu sparen. Die am Projekt beteiligten Hotels nehmen am Energie-Management-System der EnAW teil und arbeiten eng mit einem EnAW-Berater zusammen. Bis Ende 2017 haben 103 Hotels und Tourismusbetriebe aus dem Kanton Graubünden mit Unterstützung der EnAW eine Zielvereinbarung mit dem Bund abgeschlossen. Bis 2020 wollen sie über 18 000 Tonnen CO2 einsparen.

Zugegeben – Energie und CO2 verbindet wohl kaum jemand mit der Confiserie Sprüngli. Feine Gipfeli, Luxemburgerli und Schoggi schon eher. Ein Blick hinter die Kulissen der traditionsreichen Zürcher Confiserie zeigt aber: die Herstellung dieser Köstlichkeiten und vor allem die Bewirtschaftung der Produktionsabteilungen sind energieintensiv. Deshalb ist die Confiserie Sprüngli seit vier Jahren Teilnehmerin im KMU-Modell der EnAW.

Die alten Backöfen wurden durch neue, energieeffiziente Öfen mit einem grösseren Wärmespeicher ersetzt.

Pralinen in allen Formen und Farben, Sandwiches und Salate in den verschiedensten Kombinationen, Gebäck für jeden Anlass und natürlich die weltberühmten Luxemburgerli. Der Hauptsitz am Zürcher Paradeplatz ist aus dem Stadtbild nicht wegzudenken. Er ist einfach ein Stück «Züri». Hier geniessen Menschen aus der ganzen Welt die Köstlichkeiten von höchster Qualität aus dem Hause Sprüngli. Was die wenigsten wissen? Das gesamte Sortiment der insgesamt 24 Filialen wird an einem zentralen Produktionsstandort hergestellt. Und zwar in Dietikon im Kanton Zürich. Heute als Projektleiter Technik unter anderem für die Energieeffizienz verantwortlich ist Erwin Deutsch. Seit über 30 Jahren, 23 davon im technischen Dienst, macht er die Confiserie Sprüngli energetisch fit. «Herzblut spielt bei uns nicht nur bei der liebevollen Handarbeit unserer Produkte eine grosse Rolle», erzählt er. Auch im Energiebereich komme die Confiserie Sprüngli ihren Zielen mit einer grossen Portion Leidenschaft nach. 2014 schloss das Unternehmen dafür in Zusammenarbeit mit der EnAW eine Zielvereinbarung mit dem Bund ab.

COOL BLEIBEN

«Es war schon immer in unserem Interesse, besonders bei neuen Investitionen, auf wirtschaftlich attraktive und energieeffiziente Anschaffungen wie Maschinen und Anlagen zu setzen», erinnert sich Deutsch. Auch ohne die Verpflichtungen aus dem Grossverbraucherartikel des Kantons Zürich habe die Confiserie Sprüngli ihren Nachhaltigkeitsgedanken in ihrer DNA verankert. Verstärkt wurde dieser durch die Zusammenarbeit mit der EnAW im Jahr 2014. Denn Deutsch und sein Team begannen im selben Jahr mit der Umsetzung von wirtschaftlichen Massnahmen, die sich besonders positiv auf die Energiebilanz auswirken sollten und Teil des Massnahmenkatalogs waren, der nach dem Energie-Check-up definiert wurde. Das grösste Effizienzpotenzial liegt aber nicht in der Produktion, sondern besonders bei den haustechnischen Anlagen. Dazu gehören Bereiche wie Lüftung, Klima, Kälte oder Heizung. Besonders im Lebensmittelbereich gibt es zahlreiche Gesetze und Anforderungen, wie Produkte gelagert werden müssen. Besonders wichtig sind dabei Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Kühlung der Lebensmittel und der Produktionsabteilungen spielt daher bei der Confiserie Sprüngli eine grosse Rolle. «Eine der ersten Massnahmen, die wir im Rahmen des KMU-Modells umgesetzt haben, setzte bei unserer gewerblichen Kälteanlage an», so Deutsch. «Diese wurde komplett ersetzt. Zudem sind wir auf das natürliche Kältemittel CO2 umgestiegen.» 225 Megawattstunden Energie können mit der Umsetzung dieser Massnahme jedes Jahr gespart werden.

HEISS BLEIBEN

Im selben Jahr stellte die Confiserie Sprüngli die komplette Beleuchtung auf moderne, energieeffiziente LED-Leuchten um und investierte in neue Backöfen. Neben Brot, Tortenböden und Gipfeli werden hier auch die berühmten Schalen der Luxemburgerli gebacken. Die Öfen müssen – wie andere grosse Teile der Produktion – 24 Stunden pro Tag an sieben Tagen pro Woche einsatzfähig sein, damit die Produkte stets frisch in den Filialen ankommen. «Wir haben heute 15 energieeffizientere, besser isolierte und mit einem grösseren Wärmespeicher ausgestattete Backöfen.» Mit dieser Massnahme spare die Confiserie Sprüngli weitere 255 Megawattstunden Energie pro Jahr ein. Dies, weil die Öfen nach Gebrauch durch die bessere Isolation und den Wärmespeichern weniger Energie für das erneute Aufheizen brauchen. Und nicht nur das: Die neuen Öfen sind mit einer modernen Steuerung versehen, um unter anderem die Übergaben zwischen den Schichten zu vereinfachen. «Die Mitarbeitenden, die nachts arbeiten, finden dank der Steuerung pünktlich zum Produktionsstart einen bereits vorgeheizten Ofen mit der richtigen Temperatur für das jeweilige Produkt vor», so Deutsch. Jedes Produkt könne mit einem Klick ausgewählt werden. So stimmen die hinterlegten Temperaturen, Zeiteinstellungen und die Fehleranfälligkeit kann auf ein Minimum reduziert werden.

IM AUSTAUSCH

Mit einem Klick kann Deutsch heute auch praktisch den gesamten Produktionsstandort Dietikon im Auge behalten. Eine weitere umgesetzte Massnahme ist nämlich die Einführung eines eigenen Energie-Monitorings. Ob Energie-, Wasser- oder Gasverbrauch, ob Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder CO2-Gehalt in der Luft – Deutsch überlässt nichts dem Zufall. Ob das Unternehmen mit der Zielvereinbarung auf Kurs ist, prüft Deutsch zusätzlich jedes Jahr mit seinem EnAW-Berater Lucien Senn mit den Monitoring-Tools der EnAW. «Aber auch, wenn ich ausserhalb des Monitorings Fragen zu anstehenden Massnahmen oder beispielsweise zur Rückerstattung der CO2-Abgabe habe, kann ich auf unseren Berater zählen», so Deutsch. Ein regelmässiger Erfahrungsaustausch ist ihm wichtig. Deshalb besuchte er kürzlich das KMU-Frühstück, das die EnAW regelmässig veranstaltet, damit die Teilnehmer von den Erfahrungen der anderen profitieren können.

VON FÖRDERMITTELN PROFITIEREN

Auch die Möglichkeit, von Fördermitteln zu profitieren, ist ein Thema. Im Kanton, in der Stadt und in den Gemeinden stehen Unternehmen verschiedene Optionen zur Verfügung, um in Sachen Energieeffizienz und CO2-Reduktion gefördert zu werden. «Man muss ganz klar sagen – ohne Interesse und Recherche geht es nicht», weiss Deutsch. In den vergangenen Jahren konnte er einige Projekte umsetzen, die durch Fördergelder mitgetragen wurden. Ob Umwälzpumpen von der Klimastiftung Schweiz, Wäscheautomaten vom EWZ oder die Hälfte des ersten Teilnehmerbeitrags von der Stadt Dietikon – wer dran bleibt, profitiert.

Die AMAG importiert, verkauft und repariert Autos in der ganzen Schweiz. In den Garagen wird neben den Fahrzeugen aber auch an der Energiebilanz geschraubt. Mit 17 Grossverbraucher-Betrieben ist die AMAG eine prominente Teilnehmerin der EnAW.

Rund 5700 Mitarbeitende kümmern sich bei der AMAG schweizweit um Import, Verkauf und Instandhaltung der Fahrzeuge.

Der Audi S5 glänzt und funkelt, die Deckenlichter spiegeln sich in der polierten Motorhaube, auf dem Rücksitz des Cabrios sitzt ein Plüschhund. Die aufgereihten Autos formen zwei Kolonnen und folgen der Anordnung der Lichter an der Decke. Die Einrichtung des Verkaufsraums ist vom Hersteller strikt vorgegeben: Die Regeln schreiben die Anzahl Lichter pro Auto vor, sie bestimmen deren Form, Winkel und Lichtstärke. Dem Zufall wird hier nichts überlassen; sogar die Bodenplatten sind Audi-Etikette. Oder wie Dionys Wanner es ausdrückt: «Kreativität ist hier nicht gefragt.» Wanner ist zuständig fürs Energie-Management der gesamten AMAG Gruppe. Im zweistöckigen Verkaufsraum von Audi kennt er sich aus. Der Betrieb ist Teil der Autowelt in Dübendorf, einer von schweizweit 75 Betrieben der AMAG Gruppe. Die Firma importiert pro Jahr rund 100 000 Neufahrzeuge, von denen sie etwa die Hälfte in den eigenen Garagen verkauft. Vertrieben werden Fahrzeuge und Ersatzteile der Marken VW, Audi, SEAT, ŠKODA und VW Nutzfahrzeuge.

EIGENE ENERGIE-MODELL-GRUPPE

Als das CO2-Gesetz und der Grossverbraucherartikel in den ersten Kantonen in Kraft traten, wurde Wanner zum Energiekoordinator der AMAG auserkoren. Zusammen mit der EnAW coacht er die einzelnen Betriebe seit 2012 in deren Energie-Management. Eine sehr sinnvolle Aufgabe, meint er, wenn man sehe, wie viel Energieverschwendung bereits mit wenig Aufwand verhindert werden könne. Die Grossverbraucher der AMAG bilden zusammen eine eigene Energie-Modell-Gruppe, die von EnAW-Berater Stefan Graf betreut wird. Darunter finden sich Garagenbetriebe, Lackierwerke und der für den Import zuständige Standort in Birrfeld im Kanton Aargau. Graf sieht grosses Potenzial in dieser Organisationsform: «In den Garagen läuft vieles ähnlich, das macht den Austausch einfach und die Lernkurve hoch.» AMAG Energiemanager Wanner pflichtet bei. Die Lösungen seien immer dieselben: «Kürzere Laufzeiten, weniger Licht, weniger Wärme und weniger Druck bei der Druckluft.»

SPAREN BEI LICHT UND LÜFTUNG

Die intensive Beleuchtung der Autos verbraucht viel Energie, genauso wie die Klimatisierung der Showräume. Wegen der Vorschriften der Hersteller könne bei der Lichtstärke nur wenig optimiert werden, sagt Wanner. Kleinigkeiten wurden verbessert, etwa die Lichter in Fensternähe, welche bei genug Tageslicht gedimmt werden. Anders bei den Lüftungsanlagen: Die riesigen, meist hohen Räume für Ausstellung und Garage müssen entsprechend durchlüftet und klimatisiert werden. Sind die Anlagen dafür richtig eingestellt und die Betriebszeiten angepasst, kann hier viel Geld gespart werden. In der Autowelt Dübendorf konnte der Energieverbrauch so um rund 600 Megawattstunden pro Jahr verringert werden. «Das hat die Leute schon stutzig gemacht, als sie im Monitoringsystem der EnAW gesehen haben, wie viel weniger Energie durch veränderte Einstellungen verbraucht wird», sagt Wanner. Dank der Umsetzung verschiedener Massnahmen sparen die Teilnehmer der AMAG Gruppe jährlich 1500 Megawattstunden an Strom und 2000 Megawattstunden an Heizenergie.

SPIELRÄUME AUSNUTZEN

Zwei Jahre lang haben Wanner und EnAW-Berater Graf die einzelnen Standorte in der ganzen Schweiz besucht, analysiert und die Zielvereinbarungen ausgearbeitet. Mittlerweile sind viele Massnahmen umgesetzt und die AMAG befindet sich auf direktem Weg ins Ziel. Zwei Standorte haben die Vorgaben für 2023 sogar heute schon erreicht. Auch wenn Wanner zunächst viel Überredungskunst benötigte, um sein Management von der Idee zu überzeugen: Die Wirtschaftlichkeit der Massnahmen spricht mittlerweile für sich. «Die EnAW und der Bund haben da wirklich einen guten Weg gefunden, klimafreundliche und wirtschaftliche Massnahmen in Einklang zu bringen.» Bei der AMAG vermittelt Wanner sein Wissen nun auch zwischen den Standorten. Als gelernter Elektroniker, Beschaffungs-Spezialist und Energie-Koordinator hat er mittlerweile seinen ganz eigenen Erfahrungsschatz beisammen: «Ich schaue den Planern jetzt selbst mehr auf die Finger und kann dieses Wissen natürlich auch bei Neuanschaffungen beiziehen.» Selbst wenn die Möglichkeiten teilweise begrenzt sind – einen nutzbaren Spielraum haben Wanner und seine Kollegen bisher immer gefunden.

Weitere Informationen

Energie und Kaffee – eine dankbare Symbiose aus dem Alltag. Doch was hat das eine mit dem anderen im Bereich der Energieeffizienz zu tun? Die Rast Kaffee AG im luzernischen Ebikon zeigt: Das Rösten von Kaffeebohnen ist nicht nur eine präzise und leidenschaftliche Handarbeit, sondern auch eine energieintensive Angelegenheit. Durch die Teilnahme am KMU-Modell der EnAW ist der Gourmetkaffeeproduzent in Sachen Energiefragen bestens aufgehoben.

Die Rast Kaffee AG lebt Kaffee seit 1918: Von Hand und mit viel Leidenschaft wird in Ebikon geröstet.

Die Kaffeebohne findet ihren Ursprung in Äthiopien. Den besten Wachmacher findet man hingegen fernab von Afrika, nämlich im luzernischen Ebikon. Was im Jahr 1918 als Kolonialwarengeschäft in Meggen angefangen hat, ist heute ein erfolgreiches Familienunternehmen in der vierten Generation. Die beiden Rast-Schwestern, Beatrice und Evelyne, leiten die Firma seit gut zwei Jahren zusammen mit Adrian Gisler. Mit allen Sinnen und viel Leidenschaft wird in Ebikon Kaffee geröstet. Doch das kostet eine Menge Energie. Deshalb ist die Rösterei seit bald drei Jahren Teilnehmerin im KMU-Modell der EnAW. Dank dieser Zusammenarbeit spart der Familienbetrieb nicht nur Energie und Nerven, sondern schont auch noch den Geldbeutel.

GARANTIERT FRISCH

Die Familie Rast lebt Kaffee und gibt seit jeher alles daran, das koffeinhaltige Genussmittel zu perfektionieren. «Wir machen Kaffee, und das auf dem höchsten Niveau», lautet die Firmenphilosophie. Was das Traditionsunternehmen von anderen Röstereien abhebt, ist das Rösten «on demand». Das heisst, dass in Ebikon nur so viel Kaffee geröstet, wie auch bestellt wird. «Damit garantieren wir absolute Frische. Denn wenn der Kaffee geröstet ist, wird er zum Frischprodukt und kann an Aroma verlieren oder sogar ranzig werden», lehrt die Einkaufschefin und Geschäftsleiterin Beatrice Rast. Neben Kunden aus der Gastronomie und Privatkunden zählt auch Emmi Caffè Latte auf das Frischeprodukt aus Ebikon.

GEWUSST WIE

Kaffeerösten will gelernt sein. Von den 20 Mitarbeitenden des hundertjährigen Betriebs arbeitet ein Grossteil in der Produktion. Doch zum Kaffeeröster wird man nicht über Nacht. «Alles was es braucht, ist ein Gespür und Sensibilität für das Naturprodukt», erklärt Rast. Und die Mitarbeitenden könnten gemischter gar nicht sein: «Einer hat nebenbei noch Schafe und Apfelbäume, ein anderer war Polygraf», so Rast. Da der ganze Röstprozess eine präzise Handarbeit ist, ist das Anlernen des Röstberufs besonders zeitintensiv. Über Monate wird der Röstprozess gelernt und präzisiert. «Und diese Zeit nehmen wir uns auch, wenn wir einen neuen Mitarbeiter einarbeiten. Denn man muss mit allen Sinnen dabei sein und eine gewisse Erfahrung an den Tag legen. Sonst ist der Kaffee falsch geröstet», erzählt sie weiter.

EINE ENERGIEINTENSIVE ANGELEGENHEIT

Das korrekte Kaffeerösten setzt mehr als nur Know-how voraus: Die Röstmaschine ist das Herz der Familienrösterei – und frisst zugleich eine grosse Menge Energie. «Energieeffizienz ist für uns ein sehr wichtiges Thema, weil wir eben auch sehr viel Energie verbrauchen», meint Rast zum Thema. Das Rösten an sich sei bereits ein sehr energieintensiver Prozess, und die Röstmaschine sondere dabei zusätzlich sehr viel Hitze aus. Das Problematische: «Wir müssen den Kaffee auf Raumtemperatur kühlen. Und das ist gerade im Sommer energietechnisch ziemlich ineffizient», erzählt sie weiter. Um die Bohne in Zukunft energiefreundlicher zu rösten, wird in Zusammenarbeit mit dem EnAW-Berater Thomas Pesenti akribisch Buch geführt: Eine vierteljährliche Energiebuchhaltung, die regelmässige Überprüfung des Druckluftverbrauchers sowie die Optimierung der Abgasverbrennung gehören zu den Hauptmassnahmen in der Familienrösterei. Und das rechnet sich: Seit Eingehen der Zielvereinbarung mit dem Bund kann Rast jährlich die Rückerstattung der CO2-Abgaben beantragen. Im Alltag legt der Betrieb grossen Wert auf «Nachhaltigkeit im Kleinen», wie es Rast so schön beschreibt. Plastik und Glas werden recycelt. Ausserdem werden Karton und Beutel für den frischen Kaffee ausschliesslich in der Schweiz eingekauft.

NACHHALTIGE BEZIEHUNGEN

Was nicht aus der Schweiz stammt, sind die Kaffeebohnen. Und qualitativ hochwertige Bohnen machen schon den halben Kaffee. Stabile und gute Beziehungen zu den Produzenten liegen der Einkaufschefin deshalb besonders am Herzen. Immer wieder reist die Familie Rast in den Kaffeegürtel, um dort die Plantagen und Bauern persönlich zu besuchen. «Wir schauen darauf, dass wir unsere Bauern und die Anbaubedingungen kennen», erzählt Rast. «Wenn möglich setzen wir auch vermehrt auf Familienbetriebe.» Langjährige Beziehungen zu den Bauern sind für Rast zwingende Nachhaltigkeitsfaktoren: «Wir verlangen von unseren Produzenten eine gute Qualität. Dafür bezahlen wir den Preis und pflegen die Beziehung, sodass die Bauern ihre Zukunft planen können. Das verstehe ich unter Nachhaltigkeit.»

VOM BEUTEL IN DIE TASSE

Ein weiterer wichtiger Zweig des Familienunternehmens ist die Kaffee Akademie. «Wir wollen den besten Kaffee verkaufen», erzählt Rast. «Aber produziert wird der Kaffee von den Kunden selbst. Und gerade in diesem Schritt kann so viel falsch laufen.» In anderen Worten: Ein Kaffee ist nur so gut wie seine Zubereitung. Ob mit Vollautomaten oder in der traditionellen Mokka-Kanne – in der Kaffee Akademie lernen Mitarbeitende von Grosskunden sowie Privatpersonen aus erster Hand, wie der so beliebte Wachmacher perfekt zubereitet wird.