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Viele Gewerbe- und Industriebetriebe verfügen über einen hohen Wärmebedarf, gleichzeitig aber auch über eine hohe Abwärmemenge auf tiefem Temperaturniveau. Das birgt Potenzial zur Optimierung.

Kann die Abwärme wirtschaftlich genutzt werden, anstatt sie einfach an die Umgebung abzugeben oder sogar kostspielig zu «entsorgen»? Wo starte ich mit der Optimierung? Das sind keine trivialen Fragen, vor allem die zweite nicht, da es verschiedene Lösungsansätze gibt. Bei der EnAW setzen wir auf sechs Massnahmenfelder, die auf dem Weg zur Dekarbonisierung Orientierung bieten. Sie sind nicht einzeln bzw. voneinander unabhängig zu verstehen, sondern müssen kombiniert betrachtet werden: Effizienzmassnahmen sind der erste Schritt zur Dekarbonisierung. Aufbauend auf Effizienzmassnahmen können beispielsweise Prozess- und Technologieänderungen umgesetzt und abschliessend der Einsatz neuer emissionsfreier Energieträger eingeleitet werden. Eine mögliche Massnahme dafür ist der Wechsel von Dampf auf Heisswasser oder noch besser auf noch tiefere Temperaturen respektive der punktuelle Einsatz eines (elektrischen) Schnelldampferzeugers.

Temperaturabsenkung birgt Potenzial

Einer der Schlüssel zur Dekarbonisierung liegt in der Temperaturabsenkung von Prozessen und der Integration von Abwärme. Bevor mit der Planung der Prozesstechnik und der Kombination mit dem erneuerbaren Wärme-/Kälteerzeugungssystem gestartet werden kann, gilt es alle relevanten Wärme- und Kälteflüsse im Betrieb zu erfassen. Als Basis dient idealerweise die PinCH-Analyse. Sie gibt einen Überblick über alle energetischen Ströme und zeigt auf, wie sie über Wärme- und Kältenetze verknüpft werden können. Ihre Umsetzung bleibt jedoch trotz Fördergeldern kostenintensiv und lohnt sich vor allem für energieintensive Betriebe. Als Alternative für KMU bietet die EnAW innerhalb der Web-Applikation «Roadmap zur Dekarbonisierung» ein thermisches Fingerprinting an. Dies ermöglicht den Unternehmen, einen raschen Überblick über die Wärme-Abwärme-Situation auf Jahresbasis zu erhalten. Dabei werden die relevanten Wärme- und Kälteflüsse protokolliert und grafisch übersichtlich aufgezeigt. Bei der Erfassung der thermischen Verbraucher sind die Prozesstemperaturen ein wichtiger Punkt. Hier gilt es immer auch die Frage zu klären, ob sich die Temperaturen im Sinne einer Effizienzsteigerung anpassen lassen (Absenken bei Wärme, Erhöhen bei Kälte): Benötigt der Prozess 95 Grad Celsius oder reichen 85 Grad Celsius aus? Können die Anlagen von Dampf auf tiefere Temperaturen vollständig oder partiell umgestellt werden? Kann Kälte bei 12 statt 7 Grad Celsius bereitgestellt werden? Gibt es andere Verfahrens- oder Prozesstechnologien, die eingesetzt werden können?

Thermischer Fingerprint illustriert Potenzial

Sind die Prozesstemperaturen identifiziert und optimiert, geht es ans Eingemachte. Mit dem Thermischen Fingerprint wird das Jahrespotenzial für die Wärmerückgewinnung aus Abwärme ersichtlich. Abwärme liegt meist gebunden in Luft-, Gas- oder Flüssigkeitsströmen oder in Form von diffuser Strahlungswärme vor. Je niedriger in einem nachgeschalteten Prozess die Temperatur für eine Wärmenutzung ist, desto mehr Abwärmequellen kommen infrage. Dazu zählt zum Beispiel Abwärme aus Produktionsmaschinen oder -anlagen, Abwasser, Kühlanlagen, Kühlung von Serverräumen und Motoren oder die in Produktionshallen anfallende Abluft. Jedoch muss die Temperatur der Abwärmequelle grundsätzlich höher liegen als die Temperatur, die der Wärmeverbraucher benötigt. Die Nutzung wird umso wirtschaftlicher, je höher die Temperaturdifferenzen und damit die übertragbaren Wärmeleistungen sind. Nun gilt es diese Erkenntnisse mit den Informationen über die Produktionsabläufe zu kombinieren: Handelt es sich um Batch-Prozesse, wird in einer oder mehreren Chargen pro Tag produziert oder sind es kontinuierliche Prozesse? Je nach Prozessart kann das Unternehmen mit einer direkten Wärmerückgewinnung über einen Wärmetauscher arbeiten. Oder es benötigt einen thermischen Speicher als Puffer, um Abwärme oder Kälte über einen gewissen Zeitraum zu puffern, bevor sie verwendet werden kann. Reicht das Temperaturniveau von Abwärmeströmen nicht für eine direkte Nutzung, dann können sie als Quelle für eine Hochtemperatur-Wärmepumpe genutzt werden. Die Hochtemperatur-Wärmepumpe ist Bestandteil vieler Forschungsprojekte und auch schon als Serienprodukt bei diversen Herstellern verfügbar.

Beispielhafte Wärme-/Abwärmekurve und Thermischer Fingerprint eines Unternehmens.

Thermische Speicher dimensionieren

Wird ein erneuerbares Wärmeerzeugungssystem, wie beispielsweise ein Fernwärmeanschluss, ein Pellet- oder Holzschnitzelkessel beziehungsweise eine Wärmepumpe, analog eines Gas- oder Ölkessels dimensioniert, hat man meist unweigerlich ein überdimensioniertes, teures und ineffizientes System. Denn die erneuerbaren Wärmeerzeugungssysteme sind pro zusätzliche Kilowatt Heizleistung viel teurer. Insbesondere bei Holzfeuerungen und Wärmepumpen ist ein möglichst kontinuierlicher, nicht taktender Betrieb erwünscht – Stichwort: Abgase und Feinstaubproduktion bei Holzfeuerungen und hohe Anfahrverluste bzw. mechanische Belastung des Kompressors bei Wärmepumpen. Hierfür berechnet das technische Dimensionierungs-Tool «ProCalor», das in die EnAW-Web-Applikation Roadmap zur Dekarbonisierung integriert wird, eine korrekte Auslegung der neuen Wärmeerzeugung plus Pufferspeicher, um diese Bedarfsspitzen zu reduzieren.

Fazit

Was heisst das nun für Gewerbe- und Industriebetriebe? Insbesondere Betriebe, die Temperaturen bis und mit ca. 120 Grad Celsius benötigen, lassen sich theoretisch mit bewährten Technologien vollständig dekarbonisieren. Bei höheren Temperaturen geht es kaum ohne Biomasse oder neue Energieträger wie zum Beispiel synthetische erneuerbare Energieträger. Mit intuitiven Tools und extensiver Fachberatung durch die Expertinnen und Experten gilt es, das vorhandene Wissen in der Praxis breit einzusetzen.


Stefan Eggimann

ist bei der EnAW Leiter des KMU-Modells, seit 2009 EnAW-Berater und Mitglied der Geschäftsleitung von Weisskopf Partner GmbH, wo er insbesondere für Industriepro-jekte zuständig ist.

Philippe Goffin

ist der EnAW-Projektleiter Science Based Targets initiative (SBTi) und ebenfalls bei Weisskopf Partner tätig.

An einer Panel-Veranstaltung bei der Textilspezialistin Cilander AG in Herisau hielt auch EnAW-Co-Geschäftsführer Thomas Weisskopf ein Referat.

Vor rund 30 Personen stellte Weisskopf die Energieeffizienzmassnahmen der EnAW vor, von denen auch die Cilander AG profitiert hat. Zum Abschluss gab es eine Führung durch die Cilander-Fabrik und damit einen interessanten Einblick in ein Unternehmen, das auf eine über 200 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann.

«Wir sind stolz darauf, dass unsere fachlichen Inputs zu Effizienzsteigerungen und dem Einsatz von erneuerbaren Energien, welche wir seit Jahren für unsere teilnehmenden Firmen leisten, so fruchten wie hier bei Cilander»: EnAW-Co-Geschäftsführer Thomas Weisskopf.

Wärmeschutz und Gesamtenergiebedarf sind zwei wichtige Elemente, wenn ein Gebäude effizient betrieben werden soll. Mit Blick auf die Klimaerwärmung wird vor allem der sommerliche Wärmeschutz an Bedeutung gewinnen und auch die graue Energie wird in der Betrachtung wichtiger werden. Wie gelingt es, die verschiedenen Themen zu strukturieren und beste Lösungen für Ihr Gebäude zu finden?

Gebäude sind relevant für Klima und Energieverbrauch

Der schweizerische Gebäudepark ist aktuell für rund 40 % des Endenergiebedarfs der Schweiz und ein Drittel des inländischen CO2-Ausstosses verantwortlich (BFE, 2022). Gebäude stellen somit in der Energie- und Klimastrategie des Bundes ein zentrales Element dar, um die ambitionierten Klimaziele Netto-Null bis 2050 zu erreichen. Bei einer Gebäudelebensdauer von 50 bis 80 Jahren ist ebenfalls Fakt, dass wir heute die Gebäude für morgen und übermorgen bauen oder sanieren. Eine Studie des Amtes für Umwelt und Energie des Kanton Basel-Stadt geht davon aus, dass sich die Tropennächte je nach Klimaszenario in den kommenden 20 bis 30 Jahren verdoppeln oder gar vervierfachen werden (AUE Basel, 2021). Daher stellt sich die Frage: Wie optimieren wir unsere Neubauten und Sanierungen im Hinblick auf die künftigen Anforderungen?

Wärmeschutz in der kalten Jahreszeit

Vereinfacht ausgedrückt wird der Energieverbrauch eines Gebäudes bestimmt durch die Summe aus der Qualität der Gebäudehülle (Wärmeschutz), der Effizienz der Gebäudetechnik, einem effizienten Betrieb und der Nutzung beziehungsweise des Nutzerverhaltens. In den 90er-Jahren kam die Idee auf, dass eine kompakte und gedämmte Gebäudehülle ein Gebäude energetisch effizienter macht. Für Wohngebäude stimmt dies bis heute. Moderne energieeffiziente Gebäude sind so konstruiert, dass im Innern erzeugte Heizwärme möglichst nicht nach draussen dringt und sich gleichzeitig das Gebäude bei intensiver Sonnenbestrahlung nicht unangenehm für die Bewohnerinnen und Bewohner aufheizt. Anders gesagt: Im Winter soll die gemütliche Wärme möglichst vollständig im Gebäudeinneren verbleiben; in der sonnigen Jahreszeit soll die Sommerhitze nach Möglichkeit draussen bleiben und nicht ins Gebäudeinnere vordringen. Die wesentlichen baulichen Massnahmen, um den Energieverlust in der kalten Jahreszeit vorzubeugen, liegen in der Luftdichtigkeit und Dämmung der Aussenhülle des Gebäudes, der Verwendung von mehrfachverglasten Fenstern sowie in der Vermeidung von Wärmebrücken und der effizienten Nutzung von solaren Gewinnen. Umgekehrt im Sommer: Dann tragen Verschattungen und kleinere Fensterflächen zur Kühlung des Gebäudes bei. Und damit sind wir auch schon beim Zielkonflikt angelangt.

Bei heutigen Neubauten im Dienstleistungsbereich, in welchen oft hohe interne Abwärme vorhanden ist, ist Isolation nur bis zu einem gewissen Punkt hilfreich. Räume in Spitälern, Büro- und auch Industriegebäuden, in welchen Prozesse und Gerätschaften stehen und sich vor allem auch viele Personen aufhalten, erhalten einen grossen Teil der Heizleistung im Winter durch interne Wärmeabgabe. Gleichzeitig gibt es im selben Gebäude beispielsweise Bettenzimmer oder Lager- und Verkehrsflächen, welche weniger interne Lasten besitzen und stärker beheizt werden müssen. Die interne Abwärme bedarf einer Verteilung innerhalb des Gebäudes und für die Dämmung der Gebäudehülle muss ein Optimum gefunden werden.

Thermischer Komfort ohne Sonnenschutz und hohem Fensteranteil nicht eingehalten (oben). Mittels Anpassung des Fensteranteils und Hinzunehmen eines aussenliegenden Sonnenschutzes (unten) wird der thermische Komfort nach SIA 180 erfüllt. Quelle: Lemon Consult AG

Sommerlicher Wärmeschutz wird oft unterschätzt

Nicht erst seit dem Sommer 2022 ist der sommerliche Wärmeschutz und die Hitzeminderung im und am Gebäude in aller Munde. Immer grösser werdende Fensterflächen erhöhen den Bedarf an einem funktionierenden sommerlichen Wärmeschutz. Grosse Fenster bringen im Winter solare Gewinne und viel Tageslicht, sind aber im Sommer auch verantwortlich für eine mögliche Überhitzung der Räume. Neben der Gebäudedämmung sind Sonnenschutzverglasungen und Verschattungskonstruktionen wesentliche Elemente für einen funktionierenden sommerlichen Wärmeschutz.

Was tun?

Es scheint klar, dass ein Optimum über das ganze Jahr gefunden werden muss. Dabei sollten vor allem kritische Räume mit hoher interner Abwärme sowie hohen Glasanteilen betrachtet werden. Mit Hilfe von thermischen Simulationen können Parameter wie Fensteranteil, g-Wert oder Sonnenschutz optimiert werden. Die Grundlage bildet der Simulationsnachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach SIA 180. Hier kann die Architektur, über die vereinfachten baulichen Anforderungen hinaus, das Design bestimmen. Die Abbildung zeigt, dass mit einer Reduktion des Fensteranteils und der Installation eines aussenliegenden Sonnenschutzes der vorgeschriebene thermische Komfort eines Raumes erfüllt werden kann.  

In der Gebäudeplanung der Zukunft sollte die Analyse aus den genannten Gründen vertieft werden. Eine ideale Lösung bei Gebäuden mit hohen internen Lasten kann nur mit einer Gebäudesimulation gefunden werden, welche nicht nur den sommerlichen Wärmeschutz, sondern auch den Gesamtenergiebedarf in der Jahresbilanz, inkl. Erzeugung Wärme/Kälte, Geothermie usw., optimiert. Beides ist für eine Zertifizierung nach MINERGIE-P zwingend notwendig, weshalb das Label auch für Dienstleistungsbauten mit hohen internen Lasten zu empfehlen ist.

Die Betrachtung der grauen Energie

Je besser der energetische Standard von Gebäuden wird, desto weniger Emissionen werden im Betrieb ausgestossen – die gebäudebezogenen Emissionen steigen jedoch. Gemäss einer Studie von Röck et al. (2020) liegt der Anteil der grauen Emissionen von energieeffizienten Gebäuden bei rund 50 %. Gemäss ecobau können die grauen Emissionen um bis zu 30 % gesenkt werden, wenn das Thema Umweltbelastung der einzelnen Bauteile von der strategischen Planung bis zur Realisierung bei Neubauten und Sanierungen konsequent berücksichtigt wird. Mit Minergie-P-ECO, Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS), Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (SGNI) oder beispielsweise das deutsche Pendant DGNB haben bereits diverse Labels einzuhaltende Grenz- und zu erreichende Zielwerte der grauen Energie definiert. Einzig der SIA Effizienzpfad (Merkblatt 2040) fordert in Bezug auf CO2-Emissionen bei der Erstellung einen ambitiösen Grenzwert, jedoch zusammen mit der Betriebsenergie.

Es zeigt sich, dass ein Bau oder eine Sanierung eines Gebäudes immer einer individuellen Betrachtung bedarf. Die Nutzungen, Standorte und Gegebenheiten sind zu verschieden, als dass eine einfache Empfehlung genügen könnte. Labels und Berechnungstools können die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger unterstützen, die richtigen Weichen für ein Bauprojekt zu stellen, sodass ihr Gebäude für die kommenden 80 Jahre die besprochenen Anforderungen erfüllen wird.


Über den Autor

Martin Mühlebach, MSc. Energy Science and Technology ETH, ist stellvertretender CEO der Lemon Consult AG und Berater der Energie-Agentur der Wirtschaft.


Quellen:
Amt für Umwelt und Energie des Kanton Basel-Stadt, 2021: https://www.bs.ch/dam/jcr:07f9630a-e468-440d-bc96-4358b867db4f/Bericht-Anpassung-an-den-Klimawandel-im-Kanton-Basel-Stadt-2021.pdf

BFE, 2022: https://www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/effizienz/gebaeude.html

Röck, M. et al., 2020: Embodied GHG emissions of buildings – The hidden challenge for effective climate change mitigation: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306261919317945

Wie kann die Wirtschaft dekarbonisiert werden? Die NZZ greift dieses Thema in einem Artikel auf, der heute Freitag publiziert worden ist. In diesem kommt auch Thomas Weisskopf, Co-Geschäftsführer der EnAW, zu Wort.

Sie kennen die Rezepte und wissen, wie man in Sachen Energieeffizienz andere Saiten aufzieht. Kulinarik-Fan Beatrice Schaffner und Hobbygitarrist Martin Liechti über die Extraprise Mut und den richtigen Ton im Energiebereich.

Martin Liechti

Beatrice Schaffner

«Wenn ich ins Restaurant gehe, will ich auch einfach ein Cordon bleu», lacht Beatrice Schaffner, langjährige EnAW-Beraterin. Die promovierte Chemie-Ingenieurin spielt darauf an, dass es als EnAW-Beraterin häufig eben
nicht nur auf spezifisches Fachwissen und damit die genaue Beschaffenheit der Muskelfasern des Schnitzelfleischs ankommt, sondern dass auch eine ganze Menge Kommunikationskompetenz dazugehört, um komplexe Themen simpel und verständlich auf den Punkt zu bringen.

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Mehr Informationen

Und das nicht nur bei der technischen Umsetzung von Energieeffizienz-massnahmen, sondern im Moment besonders auch auf der politischen und gesetzlichen Ebene. Denn in Zeiten der Unsicherheiten herrscht Redebedarf. Das weiss auch der studierte Gebäudetechnik-Ingenieur Martin Liechti, der während der Corona-Pandemie Teil des 100-köpfigen EnAW-Beraterteams wurde. Investitionen im Energiebereich seien, so Liechti, Finanzthemen und haben häufig nicht mehr viel mit Ideologie zu tun. Deshalb müsse man den Unternehmen heute vermehrt Mut und Zuversicht mit auf den Weg geben. Denn nichts tun – da ist man sich einig – sei eben auch keine Lösung. Zuversichtlich sind beide. «Die EnAW ist mit vielen Jahren Erfahrung, einem grossen Kundenstamm, einem guten Netzwerk und professionellen Beraterinnen und Beratern sozusagen in der Poleposition für zukünftige Herausforderungen wie Netto-Null», so Schaffner. Und auch Liechti ist überzeugt: «Die EnAW ist sehr innovativ und geht gezielt auf die Bedürfnisse der Unternehmen ein. Wir werden weiterhin daran arbeiten, kluge Lösungen zu finden und mit offenen Augen und Ohren durch die Betriebe zu gehen, um die Klimaziele der Schweizer Wirtschaft zu erreichen.»

Der Bündner Gewerbeverband BGV hat in Zusammenarbeit mit dem Kanton die Förderaktion «Energieberatung für Unternehmen» entwickelt.

Unternehmen im Kanton Graubünden werden neu bei Energieberatungen mit der Hälfte der Beratungskosten bis maximal 3000 Franken pro Betrieb unterstützt. Die Aktion ist bis Ende 2023 befristet. Mit dieser Förderaktion sollen die Unternehmen im Kanton Graubünden auf die Energieeffizienz sensibilisiert werden. Weitere Informationen sowie das Gesuch sind auf der Webseite des Kantons zu finden.