ProKilowatt unterstützt Effizienzmassnahmen, die den Stromverbrauch reduzieren. Der Förderbeitrag, der bis zu 30 % der Investitionskosten betragen kann, soll Anreize setzen, bestehende Anlagen zu erneuern und in hocheffiziente Technologien zu investieren.
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Den Unternehmen, die mit der EnAW eine Zielvereinbarung erarbeitet haben, empfehlen wir bei kleineren Investitionen in Strommassnahmen: Erkundigen Sie sich bei Ihrer EnAW-Beraterin oder Ihrem EnAW-Berater zum Förderprogramm EFFIZIENZ+.
Seit über zehn Jahren reduziert das Valbella Resort seinen Energieverbrauch mit Unterstützung der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW). Dazu werden laufend Optimierungen vorgenommen und Massnahmen umgesetzt. Erstmals im Winter 2022/23 nutzte es Photovoltaikmodule an den Balkonen der Süd-Zimmer. Diese Anlage ermöglicht die Erzeugung von Winterstrom und ist ein kleiner Beitrag zur Milderung der Schweizer Stromknappheit im Winter.
Hoteldirektor Thomas Vogt (links) und EnAW-Berater Daniel Schneiter sind mittlerweile ein eingespieltes Team.
Etwas ungewohnt sind sie schon, die Photovoltaikpaneele, die schräg in das Geländer der Zimmerbalkone im Valbella Resort integriert sind. Dafür zeigen sie, dass das Resort es ernst meint mit seiner Vision, seinen ökologischen Fussabdruck stetig zu verkleinern. Die PV-Module gehen auf eine Empfehlung von EnAW-Berater Daniel Schneiter zurück. «Im Falle der Balkonpanels haben wir berechnet, wie diese angebracht werden müssen, um das Optimum herauszuholen», so Schneiter. «Mit der schrägen Anordnung verhindern wir, dass sich Schnee ablagern kann, und gleichzeitig ist die Sonneneinstrahlung im Winter am besten.»
Ebenso hat Schneiter die Idee einer Photovoltaikanlage auf den Dächern des Resorts unterstützt. «Wir haben die Dächer energetisch saniert und dabei PV integriert», sagt Hoteldirektor Thomas Vogt. Damit schlägt er gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Die PV-Anlagen produzieren an sonnigen Tagen wie jetzt im Frühling viel erneuerbaren Strom, und der Betrieb profitiert von der Einspeisevergütung.
Heizölverbrauch deutlich gesunken
Doch das Valbella Resort und EnAW-Berater Schneiter haben sich bei der Energieoptimierung nicht nur auf Solarstrom verlassen. Die Hotelleitung hat auch eine Sommerwärmepumpe einbauen lassen, also eine Wärmepumpe, die vom Solarstrom der Sonne gespeist wird und vom Frühling bis in den Herbst die Aussenluft als Wärmequelle nutzt. Zudem wird eines der Nebengebäude mit einer Erdsonden-Wärmepumpe beheizt.
Heizöl verbraucht das Hotel lediglich noch im rund 40 Jahre alten, sanierten Hauptgebäude. Die zwei kondensierenden Heizkessel wurden vor erst fünf Jahren installiert und sollen während ihrer Lebensdauer genutzt werden. «Da hätten wir gerne auch Erdsonden installiert», so Vogt. «Aber das geht wegen des Gewässerschutzes nicht.» Dennoch konnte das Valbella Resort seinen Heizölverbrauch seit 2012, als es die Zusammenarbeit mit der EnAW aufnahm, kontinuierlich senken. Waren es vor elf Jahren noch 186 000 Liter Heizöl, die verbrannt wurden, betrug der Verbrauch im vergangenen Jahr noch 114 000 Liter – und dies trotz mehr Betriebstagen und Logiernächten. «Das Ziel ist es, dank der Sommerwärmepumpe und weiteren Massnahmen auf 50 000 bis 60 000 Liter pro Jahr zu gelangen», sagt Vogt. Das ist eine Reduktion von 130 000 Litern pro Jahr oder 70 Prozent gegenüber 2012.
Hoteldirektor will noch mehr erneuerbare Energie
Zu den weiteren Massnahmen, die das Hotel realisiert hat, gehören die Installation von Ladestationen für Elektroautos. 15 Stationen sind vorhanden. Eine Systemänderung bei der Warmwassererzeugung sorgt zudem für eine Energieersparnis von bis zu 20 Prozent. Und nicht zu vergessen die Umstellung auf LED-Leuchten, die sich ebenfalls positiv auf den Energieverbrauch ausgewirkt hat.
Klar, dass all diese Massnahmen nicht günstig sind. Die grösste Herausforderung sei denn auch nicht das Finanzielle gewesen, sondern vielmehr das Technische. «Energie braucht viel Platz und ist komplex», so Vogt. «Und das Zusammenspiel zwischen neuer und alter Technologie ist auch nicht einfach.»
Wenn es nach dem Hoteldirektor geht, soll sein Resort künftig aber noch mehr auf erneuerbare Energie setzen. «Ich würde beispielsweise gerne ein Windrad aufstellen», sagt er. Dass Windräder unter Umständen einer langen Bewilligungsphase unterliegen, ist er sich bewusst. «Daher bauen wir erst einmal die Photovoltaik aus.»
Die momentan installierte PV-Modulfläche beträgt 886 Quadratmeter und ermöglicht eine maximale Peak-Leistung von 160 kWp. Der jährliche Stromertrag wird ca. 200 000 Kilowattstunden pro Jahr betragen. Diese Strommenge entspricht dem jährlichen Verbrauch von 50 durchschnittlichen Einfamilienhäusern.

17.04.2026
Valbella Resort
538 000
Liter Heizöl gespart seit 2012
3470
Tonnen CO2 eingespart seit 2013
Die Gemeinde Trimbach möchte weniger Energie verbrauchen. Zu diesem Zweck hat sie sich an die Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) gewandt. Ergebnis: Die Gemeinde konnte ihren Energiekonsum deutlich senken.
Martin Bühler, Gemeindepräsident von Trimbach, im Gespräch mit EnAW-Beraterin Beatrice Schaffner.
Das Gemeindehaus in Trimbach ist alt. Es stammt aus den 1960er-Jahren. Entsprechend schlecht ist die Isolation. Daher will die Gemeinde das Gebäude renovieren lassen. Entsprechende Abklärungen würden gerade getroffen, so Gemeindepräsident Martin Bühler. Dies bestätigt auch EnAW-Beraterin Beatrice Schaffner: «Man überprüft, ob man das Gemeindehaus thermisch isolieren und die Fenster darin ersetzen kann.»
Während die Renovation des Gemeindehauses noch in Abklärung ist, hat die Gemeinde bereits andere Massnahmen umgesetzt, um ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Eine betrifft die Beleuchtung. So hat die Gemeinde in ihrem Veranstaltungssaal einen Bewegungsmelder anbringen lassen. Dieser sorgt dafür, dass die Leuchten nicht die ganze Nacht hindurch brennen, sondern automatisch ausgeschaltet werden. Eine weitere: die Lüftung. Diese soll nur dann aktiv werden, wenn sich Personen im Saal befinden. Schon alleine durch diese beiden Massnahmen spare die Gemeinde rund 70 000 Kilowattstunden Energie pro Jahr, so Schaffner.
Trimbach wird zudem im Gemeindehaus und in den vier Schulhäusern auf eine LED-Beleuchtung umstellen. Insgesamt werden mehrere hundert Lampen ersetzt. Mit den getroffenen Massnahmen könnten 120 000 Kilowattstunden Energie in den nächsten fünf Jahren gespart werden, sagt Schaffner. Das seien 4 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Gemeinde.
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Mehr InformationenAm Donnerstag, 29. Juni 2023, lädt Swissmem zum 16. Industrietag ins SwissTech Convention Center in Lausanne. Mit «Energie – Spielball der Geopolitik» stellt Swissmem ein hoch aktuelles Thema ins Zentrum.
Die Welt befindet sich in einer Energiekrise, die fast alle Energieträger und Regionen betrifft. Im Rahmen von Referaten und Podiumsgesprächen werden am 16. Swissmem Industrietag die geopolitischen Szenarien analysiert, die Lage der Schweiz dargelegt und die Beitrag der Industrie zur Lösung aufgezeigt.
Als Referenten sprechen der deutsche Bundespräsident a.D., Christian Wulff, Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands Siemens AG und CEO Smart Infrastructure, und Martin Hirzel, Präsident von Swissmem. An einer Podiumsdiskussion kommen zudem die Nationalrätinnen Jacqueline de Quattro und Céline Weber sowie die Nationalräte Roger Nordmann und Pierre-André Page zu Wort.
Dekarbonisierung der Wärme in der Industrie ist ein permanentes Thema. In diesem Bereich lanciert EnergieSchweiz eine Projektausschreibung. Sie steht allen offen, egal ob Ingenieurbüro, Fachschule, Fachhochschule, Unternehmen oder Start-up-Unternehmen. Wer also ein innovatives oder vorbildliches Projekt im Bereich Dekarbonisierung der Industriewärme hat und Unterstützung sucht, kann einen entsprechenden Antrag bis zum 15. Juli einreichen.
Das einzige Schalungsplattenwerk der Schweiz, die Tschopp Holzindustrie AG, nutzt Schmutzspäne, um Wärme für die Trocknung des Schnittholzes und grünen Strom zu erzeugen. Damit holt sie das Optimum aus einem eigentlichen Abfallprodukt heraus.
Die Tschopp Holzindustrie AG konnte seit 2013 die Effizienz um 16.3 % steigern.
Schalungsplatten für den Rohbau, aber auch Pellets zum Heizen: Die Tschopp Holzindustrie AG hat sich gleich mit zwei Produkten einen Namen gemacht. Bei der Produktion der Schalungsplatten fallen allerdings Schmutzspäne als Nebenprodukt an. Das KMU aus Buttisholz/LU hat eine kreative Lösung gefunden, wie es mit den Spänen umgehen soll: Es setzt diese in der eigenen Energieanlage ein, um das Schnittholz trocknen zu können. Die Restwärme nutzt das Unternehmen, um in einer ORC-Stromerzeugungsanlage umweltfreundlichen Strom zu produzieren. Dieser ersetzt wiederum Heizöl. Ein geschlossener Holzkreislauf also, den Chef Daniel Tschopp als «grosse Herausforderung» bezeichnet. Mit einem neuen Sägewerk will Tschopp die Holzverarbeitung mittelfristig verdreifachen. «Das wiederum ergibt automatisch mehr Restholz für die Pelletproduktion», so Tschopp. «Somit ergeben sich mehr Holzwerkstoffe, die wir in der Schweiz absetzen können.» Aus diesen Werkstoffen erzeuge das Unternehmen auch wieder einen Teil der Energie, die es selbst verbrauche.
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