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BODENSTÄNDIGE EFFIZIENZ

Das Schweizer Unternehmen Conica AG aus Schaffhausen stellt seit 1977 funktionale Böden her: vom Industrieboden zur Turnhalle über den Wohnungsbau bis zur Leichtathletikbahn. Mit Kunden aus über 70 Ländern sowie Produktions- und Vetriebsstandorten in der Schweiz, Grossbritannien, den USA und China gehört die Conica AG zu den Schwergewichten der Branche. Auch Nachhaltigkeit schreibt das Unternehmen gross. Seit zwei Jahren ist die Conica AG Teilnehmerin am Energie-Management der EnAW. Mit Erfolg.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Conica AG entwickelt, produziert und verkauft fugenlose Flooring Solutions für Sportanlagen und Turnhallen, für Industriehallen, Parkhäuser sowie für den Wohnungsbau, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen.
  • 1977 in Schaffhausen gegründet, beschäftigt die Conica AG weltweit rund 180 Mitarbeitende – davon 100 in Schaffhausen – und beliefert Kunden in über 70 Ländern.
  • Der Herstellung der Böden gehen energieintensive, chemische Prozesse voraus. Mithilfe der EnAW und durch spezifische Energieeffizienzmassnahmen senkt das Unternehmen sowohl Energieverbrauch und -kosten.
  • Die Conica AG spart durch gezielte Massnahmen jährlich 85 000 Franken.

Bodenhaftung: Die Conica AG aus Schaffhausen spezialisiert sich auf Flooring Solutions und stellt seit 1977 funktionale Böden her.

Beim Boden muss die Chemie stimmen. Und damit ist nicht die Vorliebe für knarrenden Altbauparkett in der romantischen Altstadtwohnung gemeint. Nein, hier ist die Rede von sogenannten Flooring Solutions. Also Systemlösungen für Parkhäuser, Schulen oder fürs Labor. Beim Parkhausboden gilt es die mechanische Belastung zu beachten, um die ganzen Geländewagen abzufedern, bei den Schulen sind Design und Komfort ausschlaggebend. Beim Labor wiederum steht der Schutz vor elektrostatischen Phänomenen im Vordergrund. Kurzum: Jeder Beschichtung geht ein komplexer, innovativer, chemischer Prozess voraus, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Beschichtung abzudecken. Ein Unternehmen, das sich seit über 40 Jahren auf die Herstellung solcher Böden bzw. auf Flooring Solutions spezialisiert, ist die Conica AG aus Schaffhausen.

 

NACHHALTIGKEIT UND INNOVATION

1977 gegründet, beliefert das Unternehmen mit seinen weltweit 180 Mitarbeitenden Installateure, Bauunternehmungen, Architekten und Hauseigentümer mit Bodenbeschichtungen. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Produktion mit sogenannten Polyurethanen und Epoxidharzen, also Kunststoffe und Kunstharze gelegt. Am Standort Schaffhausen produziert die Conica AG mit automatisierter und prozessgesteuerter Fertigungstechnik. Das Geschäft mit den funktionalen Böden ist «ein hart umkämpfter Markt», wie Julio Fadel, Head of Marketing & Communication der Conica AG, sagt. «Wir sind dazu gezwungen, bei unseren Lösungen immer innovativer zu werden», womit auch die permanente interne Abteilung für Forschung und Entwicklung des Unternehmens gemeint ist. «Innovative Produkte müssen nicht nur auf dem neusten Stand der Technik sein», auch der Umweltaspekt gehöre heute dazu, sagt Fadel. Als ISO-90001- und ISO-140001-zertifiziertes Unternehmen legt die Conica AG Wert auf Nachhaltigkeit. Und zwar nicht nur im Sinne der Langlebigkeit ihrer Bodenbeschichtungen, sondern auch in der umweltschonenden, energieeffizienten Herstellung der synthetischen Beläge.

 

PROZESSWÄRME SENKEN

Und hier kommt die EnAW ins Spiel. 2017 hat die Conica AG als Grossverbraucherin in Zusammenarbeit mit EnAW-Berater Martin Steiger eine Zielvereinbarung mit dem Bund unterschrieben. Steiger ist einer von rund 100 Energieberatern der EnAW und hilft der Conica AG laufend, an energietechnischen Stellschrauben zu drehen. Mit der Zielvereinbarung verpflichtet sich das Unternehmen, auf Basis des ermittelten Potenzials, die eigene Energieeffizienz zu steigern und den CO2-Ausstoss zu senken. In dem gemeinsam erarbeiteten Massnahmenkatalog findet sich eine Vielzahl an wirtschaftlichen Massnahmen, die das Unternehmen seitdem fleissig umsetzt. Denn wo Chemie- und Ingenieurskunst aufeinandertreffen, sind Energiekosten in der Regel hoch. «Die chemische Industrie ist ein Prozesszweig, der viel Energie verbraucht», konstatiert auch André Heppa, Werksleiter der Conica AG in Schaffhausen. «Wir benötigen für chemische Reaktionen vor allem thermische und elektrische Energie.» Und genau hier setzt eine der umgesetzten Energiesparmassnahmen an: Um bei der Produktion zur Herstellung der Beschichtung Energie zu sparen, hat das Unternehmen seine Rezepturen angepasst. «Gewisse Produkte benötigen bei der Herstellung eine Prozesswärme von 70 Grad. Diese haben wir schrittweise auf 50 Grad zu drosseln versucht», erklärt Heppa. Mit Erfolg: Die Conica AG spart allein mit dieser Massnahme jährlich 23 000 Franken an Energiekosten.

 

DIE AUGEN GEÖFFNET

Aber auch in anderen Bereichen wird kräftig an der Energiebilanz geschraubt. So wurden beispielsweise Heizleitungen und Lagerhäuser isoliert und Betriebsoptimierungen an den Belüftungen vorgenommen. Auch das Umsatteln der Ölheizung auf Gas hat bedeutende Einsparungen mit sich gebracht: Der Stromverbrauch pro produzierte Tonne Material hat dank der Umsetzung von solchen Massnahmen um rund 20 Prozent abgenommen. Und ja, gemäss Steiger sind die Bodenspezialisten aus Schaffhausen echte Musterschüler in Sachen Energieeffizienz. So setzte das Unternehmen auch Massnahmen um, die gar nicht in der Zielvereinbarung festgelegt wurden. «Wir waren natürlich sofort angefressen von der Idee, weiter Einsparungen zu tätigen», sagt Heppa. Man gehe seither mit offenen Augen durch den Betrieb, sagt der Werksleiter der Conica und muss schmunzeln. «Die EnAW hat uns geholfen, Dinge zu sehen, die wir vorher so gar nicht betrachtet haben.» Zum Beispiel die Abfluftanlage eines Lagerhauses, in dem Lösungsmittel gelagert werden. Aufgrund zu hoher Lösungsmittelkonzentration musste das Lagerhaus regelmässig über ein Zeitschaltprogramm gelüftet werden, wie es die Vorschriften der Feuerpolizei verlangen. Eine neu installierte Abluftanlage hingegen läuft jetzt nur noch, wenn Lösemittelsensoren eine zu hohe Konzentration messen. Und man staunt nicht schlecht: Seit Inbetriebnahme der neuen Anlage Anfang Juni 2017 lief die Abluftanlage kein einziges Mal mehr.

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