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20181106094644 Jacqueline Jakob Freigestellt

Unternehmerisch sinnvoll und gut für den Planeten

Mit der Science Based Targets-Initiative (SBTi) setzen Unternehmen Emissionsreduktionsziele im Einklang mit der Klimawissenschaft. Die SBTi und das Angebot der EnAW ergänzen sich dabei ideal. Ein Kurzinterview mit der Energie- und Klimaexpertin Yvonne Deng.

FRAU DENG, WAS MACHT DIE SBTi?
Die SBTi bietet Unternehmen einen klar definierten Weg, um wissenschaftsbasierte Emissionsreduktionsziele – die sogenannten Science Based Targets – zu entwickeln und zu berechnen. Ein Emissionsreduktionsziel ist wissenschaftsbasiert, wenn es aufgrund wissenschaftlich definierter Berechnungen einen fairen Beitrag dazu leistet, die Ziele des Pariser Übereinkommens zu erreichen. Diese streben an, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, mit Anstrengungen für eine Begrenzung unter 1.5 Grad Celsius.

WIE KOMMT EIN UNTERNEHMEN ZU SOLCH EINEM ZIEL?
Mit einem Brief an die SBTi verpflichten sich die Unternehmen in einem ersten Schritt, ein wissenschaftsbasiertes Reduktionsziel festzulegen. Diese Unternehmen werden auf der Website der SBTi erwähnt. Danach muss das Emissionsreduktionsziel gemäss dem Kriterienkatalog innerhalb von zwei Jahren entwickelt und validiert werden. Dabei profitieren Unternehmen von branchenspezifischen Methoden, einem kostenlosen Berechnungstool, einem Handbuch sowie von detailliertem Feedback und Unterstützung durch die technischen Expertinnen und Experten der SBTi. Ganz wichtig zu wissen ist, dass der Prozess für kleinere und mittlere Unternehmen weniger aufwendig ist.

WIE GUT WIRD DIE SBTi AM MARKT AKZEPTIERT?
Die SBTi hat sich als führendes Klimalabel etabliert. Weltweit haben sich seit 2015 über 1000 Unternehmen verpflichtet. Auch aus der Schweiz sind zurzeit (Stand Juli 2021) 45 Unternehmen dabei, davon sind viele EnAW-Teilnehmer. Die SBTi geht davon aus, dass weltweit bis 2025 ein Viertel der Gesamtemissionen aus dem Energie- und Industriesektor über die Science Based Targets abgedeckt werden. Das ist ein entscheidender Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel: Ich kenne keine andere Initiative, die im Klimabereich so klare Top-down-Ziele setzt.

WELCHE VORTEILE ERGEBEN SICH NEBEN DER METHODIK UND DER TECHNISCHEN EXPERTISE FÜR UNTERNEHMEN, DIE SICH VERPFLICHTEN?
Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen ist unternehmerisch sinnvoll und gut für unseren Planeten. Denn Emissionsreduktionen bringen unter dem Strich oft auch Kosteneinsparungen. Die Nachhaltigkeitsverpflichtung fördert ein Umdenken im Unternehmen und damit Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Auch stärkt es das Vertrauen der Investoren. Zudem werden Unternehmen, die sich zu den Zielen verpflichtet haben, auf der SBTi-Website sowie auf denjenigen der Partnerorganisationen aufgeschaltet.

GIBT ES EINE ERSTE WIRKUNGSBILANZ?
Die Initiative wurde im Jahr 2015 gestartet. Die wissenschaftsbasierten Emissionsreduktionsziele werden auf fünf bis 15 Jahre festgelegt. 2020 wurde ein Bericht veröffentlicht der zeigt, dass die Emissionen von Unternehmen, die sich Ziele gesetzt haben, sehr viel stärker abgenommen haben als der Durchschnitt im Sektor. Im Aggregat sehen wir da also bereits eine positive Wirkung.


Yvonne Deng ist Physikerin, Energie- und Klimaexpertin und arbeitete an der Entwicklung der Science Based Targets Initiative (SBTi) mit. Vor zwei Jahren hat sie die Beratungsfirma 7Gen mitbegründet und berät Organisationen im Bereich Energie- und Klimastrategie.

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    Die Science Based Targets Initiative (SBTi) ist eine Initiative verschiedener internationaler Organisationen. Sie richtet sich an Unternehmen weltweit und fordert diese zu freiwilligen Klimazielen auf. Die Science Based Targets spezifizieren, in welchem Ausmass und wie schnell die Unternehmen ihre Treibhausgasemissionen senken müssen, um im Einklang mit dem Pariser Abkommen die globale Erwärmung auf 1.5 °C zu begrenzen. Um dieses globale Ziel einzuhalten, sind sehr ambitionierte und schnelle Emissionsreduktionen notwendig.

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