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20181106094644 Jacqueline Jakob Freigestellt

Übergang in die neue Periode gelungen

Die ausgebuchte 13. Fachtagung in Bern war hochkarätig besetzt: Über 300 EnAW-Teilnehmer, Partner und BehördenvertreterInnen verfolgten die Präsentationen von ABB Schweiz Chef Remo Lütolf, Nationalrat Hans Killer und Professorin Kathrin Altwegg. Der EnAW, so das Fazit der Veranstaltung, ist der Übergang in die neue Zielvereinbarungsperiode gelungen: Die Schweizer Wirtschaft wird auch in Zukunft ihren CO₂-Ausstoss und Energieverbrauch senken.

«90 Prozent der Zielvereinbarungen mit verpflichtenden Zielen, 50 Prozent der Zielvereinbarungen mit freiwilligen Zielen und 75 Prozent des Monitorings sind im Kasten», führte Armin Eberle anlässlich der Fachtagung auf dem Berner Messegelände einleitend aus. Dank dem Effort aller Beteiligten sei der Übergang in die neue Zielvereinbarungsperiode gelungen. Die Frage von Moderator Urs Gredig, ob die EnAW das Opfer ihres eigenen Erfolgs wurde, wies der Geschäftsführer der EnAW entschieden zurück. Die EnAW-Teilnehmer haben ihre Hausaufgaben gemacht, indem sie im Vergleich zu 1990 ihren CO2-Ausstoss um 25 Prozent gesenkt habe. Dies trotz einer Erhöhung der wirtschaftlichen Produktion im gleichen Zeitraum von rund 50 Prozent. Technische Innovationen, steigende Energiepreise und neue EnAW-Teilnehmer, so Eberle, sorgen dafür, dass der CO2-Ausstoss und Energieverbrauch der Schweizer Wirtschaft auch in Zukunft sinken werde. Nicht nur in der Schweiz führt das EnAW-Prinzip heute zu Energie- und CO2-Einsparungen. Das vor 25 Jahren im Rahmen des Zürcher Energie-Modells entwickelte Konzept wird mittlerweile auch in China im Rahmen eines Pilotprojekts mit 300 moderierten Gruppen getestet, wie Eberle abschliessend berichtet.

 

«Energiestrategie» ist technisch umsetzbar

Als eines von über 3000 Unternehmen ist auch ABB Schweiz Teil der EnAW-Familie. Seit der operativen Geburtsstunde der EnAW im Jahr 2001 ist der internationale Konzern mit Schweizer Wurzeln, wie ABB Schweiz Chef Remo Lütolf in seinem Referat erläuterte, dabei. Für eine erfolgreiche Energiewende forderte er vor über 300 Zuhörern smarte Rahmenbedingungen, bestehend aus Marktwirtschaft, Wettbewerb und Investitionssicherheit. Als Insel dürfe sich die Schweiz dabei nicht verstehen, da nicht zuletzt ein europäisches Verbundnetz mit Stromautobahnen eine höhere Systemstabilität gewährleiste. Die «Energiestrategie», so sein Fazit, sei technisch umsetzbar.

 

Von 2020 über 2035 zu 2050

Während die EnAW-Teilnehmerfirmen im Rahmen des neuen CO2-Gesetzes mit der Umsetzung von Massnahmen bis 2020 beschäftigt sind, hat die Politik bereits die Jahre 2035 und 2050 im Visier. In der Wintersession 2014 findet die Beratung des Geschäfts «Energiestrategie 2050» im Nationalrat statt, wie Nationalrat Hans Killer, der als Präsident der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie im Nationalrat (UREK-N) amtet, berichtete. Eine Referendumsabstimmung sei frühestens im Jahr 2016 zu erwarten, wobei die Ziele der einzelnen Parteien, insbesondere im Bereich der neuen erneuerbaren Energien und der Wasserkraft noch weit auseinander klaffen. Dass Strom mittlerweile nicht mehr bedarfs-, sondern ertragsgesteuert produziert werde, stelle zudem neue Anforderungen an alle Beteiligten. Trotz übertriebenen Subventionen im nahen Ausland, die zu teilweise irrationalen Marktpreisen führen, müsse die Versorgungssicherheit zentral bleiben, mahnte Killer die EnAW-Teilnehmenden.

 

Zehn Jahre für eine Ente

Die Gelegenheit, sein technisches Know-how zu erweitern, bot sich den Besuchern an acht verschiedenen Fachreferaten. Bevor das Gelernte am abschliessenden Apéro vertieft diskutiert wurde, sorgte Professorin Kathrin Altwegg, so die einhellige Meinung der Anwesenden, für einen herausragenden Schlusspunkt. In ihrem anschaulichen und humorvollen Beitrag, stellte sie dar, welch kurze Rolle der Homo Sapiens in der Entstehungsgeschichte des Universums einnimmt und wie beispielsweise die Raumsonde Rosetta zehn Jahre unterwegs war, um schlussendlich einen Kometen in Form einer Ente zu entdecken.