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20181106094644 Jacqueline Jakob Freigestellt

Tätigkeitsbericht 2015: Von der Wirtschaft. Für die Wirtschaft. Seit 2001.

Zielvereinbarungen und ihre Umsetzung mit dem Energie-Management der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) sind ein erfolgreicher und politisch schweizweit anerkannter Weg.

Nun haben wir es schriftlich. Das Engagement der Wirtschaft bringt den Schweizer Klimaschutz voran. Verschiedene, vom Bundesamt für Umwelt initialisierte Studien zeigen: Unternehmen mit Zielvereinbarung sind sensibilisierter als Unternehmen ohne eine Zielvereinbarung. Das zeigten wir bereits beim Abschluss der ersten Kyoto-Periode: Zielvereinbarungs-Unternehmen hatten 25 Prozent und damit wesentlich mehr CO2 eingespart als alle anderen Vergleichsgruppen. Nicht nur diese Zahl belegt den Erfolg. Auch die Verhaltensökonomie gibt uns Recht. Eine Analyse von FehrAdvice zeigt, dass die Kombination verschiedener Regulierungsoptionen und besonders ein Mix aus Analyse, Lenkungsabgabe und Befreiungsmöglichkeit Unternehmen zum Handeln veranlasst.

Um den Klima- und Energiezielen näherzukommen, braucht es beides: fördernde Rahmenbedingungen und das Engagement der Unternehmen. Ebenso wichtig für den Erfolg sind aber auch eine reibungslose Umsetzung in den Unternehmen, die Unterstützung von kompetenten EnAW-Beraterinnen und -Beratern sowie Instrumente, die den Unternehmen die Arbeit so leicht wie möglich machen. Für Letzteres steht die EnAW seit 15 Jahren.

Erfreulich sind die Resultate der inzwischen über 3600 Unternehmen, die an unserem Energie-Management teilnehmen. Im Jahr 2015 haben sich wieder über 200 neue Firmen entschieden, mit uns ihre Zielvereinbarung zu erarbeiten. Alle EnAW-Teilnehmenden sparen mit den seit 2013 umgesetzten Massnahmen per Ende 2015 bereits mehr als 1500 Gigawattstunden Energie oder 290 000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Das soll Vorbild und Motivation sein, weiterhin mit wirksamen und bewährten Instrumenten die richtigen Anreize zu setzen und den Klimaschutz mit dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen Hand in Hand gehen zu lassen. Unser Ziel ist es, die unternehmerische Tätigkeit in der Schweiz zu halten und am Standort möglichst ef zient zu produzieren.

Die Diskussion um das neue CO2-Gesetz für die Periode nach 2020 sollte die positiven Erfahrungen berücksichtigen. Alle Unternehmen in der Schweiz stehen direkt oder indirekt im globalen Wettbewerb. Deshalb sollen sie künftig wieder frei wählen können, ob sie Energie sparen oder Abgaben zahlen möchten.

 

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Rudolf Minsch, Präsident                  Armin Eberle, Geschäftsführer

 

Höhepunkte 2015

zahlen 1 NEUE MASSNAHMEN WIRKEN
Während im Vorjahr noch vorwiegend Effizienzpotenziale ermittelt und in Zielvereinbarungen festgehalten wurden, konnten sich die Unternehmen 2015 auf die Umsetzung von Massnahmen konzentrieren. Das Resultat kann sich sehen lassen: 2015 haben die über 3600 Teilnehmer 290 000 Tonnen CO2 reduziert und 1500 Gigawattstunden Energie eingespart. Damit zeichnet sich jetzt schon der grosse Beitrag der Wirtschaft zu den Energie- und Klimazielen der Schweiz bis 2020 ab.
zahlen 2 DIE ENAW UND DAS GROSSVERBRAUCHERMODELL
Die Kantone Bern und Waadt setzen seit 2015 das Grossverbrauchermodell um. Die EnAW unterstützt sie mit dem Angebot der Zielvereinbarung. Informationsveranstaltungen der Kantone in Zusammenarbeit mit Handelskammern, beispielgebenden Unternehmen und der EnAW sorgten für eine reibungslose Einführung des Grossverbrauchermodells. Im Kanton Bern war die EnAW an neun, im Kanton Waadt an vier Veranstaltungen präsent. Die EnAW bietet den Kantonen neu auch eine Plattform für die Auswertungen und das Reporting.
zahlen 3 PASSENDE ANGEBOTE FÜR KMU
Unser Angebot für KMU zeigt einen erfreulichen Trend. 2015 stieg die Teilnehmerzahl im KMU-Modell um zehn Prozent. Um den fachlichen Austausch zwischen den KMU zu fördern, hat die EnAW 2015 erstmals für bestehende Teilnehmer im KMU-Modell eine Plattform geboten. Während eines gemeinsamen Frühstücks bei unserem Teilnehmer The Dolder Grand in Zürich konnten sich die Unternehmen aus dem Kanton Zürich mit ihrem KMU-Berater über aktuelle Herausforderungen, Chancen und Potenziale rund um die Energieeffizienz in kleinen und mittelgrossen Unternehmen austauschen.
zahlen 4 ENAW-MODELL WECKT INTERNATIONALES INTERESSE
Dass das Interesse am schweizerischen Erfolgsmodell der Effizienzsteigerung mit Ziel- vereinbarungen international stetig zunimmt, zeigte sich unter anderem an den Besuchen des UVEK in Südafrika oder Boston. Um das internationale Informationsbedürfnis auch von der Schweiz aus zu stillen, bietet die EnAW ihre Informationen neu viersprachig an. So erhalten auch englischsprachige Länder und Unternehmen einen leichten Zugang rund um unser Energie-Management. Gleichsam wird damit auch für die internationalen Schweizer Firmen ein Bedürfnis gedeckt.
zahlen 5 ENERGIENEUTRALE ENAW-FACHTAGUNG
Wie jedes Jahr war das Interesse an der EnAW-Fachtagung riesig. Rund 400 Gäste aus Industrie und Dienstleistung, Partnerorganisationen, Behörden und Verbänden haben wir an unseren 14. Fachtagungen in Zürich und Freiburg empfangen. Die Gäste schätzen den persönlichen Erfahrungsaustausch und den Know-how-Transfer über die Fachreferate. Dank des Effizienzmarktes und der geleisteten Übererfüllungen der HIUS AG, Urdorf, konnte die EnAW-Fachtagung in Zürich zum ersten Mal energieneutral durchgeführt werden.
zahlen 6 DIE RÜCKERSTATTUNG: DER ZENTRALE ANREIZ
Dass Unternehmen von der KEV- oder den CO2-Abgaben entlastet werden können, ist ein zentraler Anreiz für die Effizienzsteigerung. Damit bleiben die Umweltleistungen hoch und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gesichert. Das nach aktuellem Rechtsrahmen vorgegebene Potenzial der Unternehmen mit Rückerstattungsmöglichkeit wurde weitgehend ausgeschöpft.

FÜR DIE DEUTSCHSCHWEIZ
YPSOMED AG, BURGDORF (BE)

Der deutschsprachige Tätigkeitsbericht 2015 wurde mit freundlicher Unterstützung von Ypsomed realisiert. Seit der Umsetzung des Grossverbrauchermodells im Kanton Bern ist Ypsomed Teilnehmerin im Energie-Modell der EnAW. Das Schweizer Medizintechnikunternehmen produziert an vier Standorten in der Schweiz Injektionspens und Insulinpumpen. Am fünften Standort in Grenchen, demjenigen der Tochterfirma Ypsotec AG, werden durch Drehen, Fräsen und Laserschweissen Präzisionskomponenten für die Medizintechnik produziert.