×

Rechnen Sie selbst!

Berechnen Sie die Vorteile Ihrer Teilnahme.

×

Heute für Sie da:
Carmen Engi

Die EnAW kontaktieren (overlay)

Oder kontaktieren Sie uns einfach telefonisch:
+41 44 421 34 45

Sending
engi_600px

Tätigkeitsbericht 2014: Von der Wirtschaft. Für die Wirtschaft. Seit 2001.

Mit Stolz blicken wir alljährlich zurück auf das, was die Wirtschaft geleistet hat. EnAW-Teilnehmer stossen im Vergleich zu 1990 25 Prozent weniger CO₂ aus – trotz Wirtschaftswachstum. Klimapolitisch ist das für die Schweiz wichtig, da die Unternehmen, die bei der EnAW dabei sind, knapp die Hälfte der Emissionen der Wirtschaft repräsentieren. Die produkt- und energieträgerneutrale Beratung, die wir nun auch in der Post-Kyoto-Periode weiterführen, bewährt sich.

Öffnete auch 2014 die Türen zu mehr Energieeffizienz: Die EnAW anlässlich der 13. Fachtagung in Bern.

Unsere Beraterinnen und Berater haben seit 2013 eine enorme Leistung vollbracht. Mit viel Engagement arbeiteten sie nach den Vorgaben der neuen Gesetzesbestimmungen die bisherigen und die neu hinzugekommenen Zielvereinbarungen aus. Dabei zeigte sich, dass der Aufwand für eine Zielvereinbarung im Vergleich zu 2012 deutlich gestiegen ist. Nicht nur für die EnAW, sondern auch für unsere Kunden. Betroffen sind vor allem mittlere und grosse Unternehmen. So dauerte es trotz frühzeitiger Anpassung der bewährten Tools sehr lange, bis alle Zielvereinbarungen mit den Unternehmen neu erarbeitet werden konnten. Ende 2014 hatten wir rund 1300 von den insgesamt 1850 Zielvereinbarungen geschafft.

Seit 2014 können auch rund 100 stromintensive Unternehmen mittels Zielvereinbarungen eine Rückerstattung des Netzzuschlags (KEV) beantragen. Optimistisch stimmen auch die 98 Hotels im Kanton Graubünden, die gemeinsam über 18 000 Tonnen CO2 einsparen wollen. Dank des Engagements verschiedener Partner wie Elektrizitätsversorger oder der UBS konnten weit über 200 KMU zu freiwilligen Zielvereinbarungen motiviert werden.

Die aktuelle Gesetzgebung unterstützt das ursprünglich von der Wirtschaft selbstständig entwickelte Modell der verpflichtenden Zielvereinbarungen. Zu Recht, denn die Schweizer Wirtschaft hat einen wesentlichen Anteil zur Senkung des CO2-Ausstosses und zur Stabilisierung des Stromverbrauchs in der Schweiz geleistet. Unser Energie-Management-System wird sogar im Ausland «kopiert». Es verfügt über Stärken, die es braucht, um auch in Zukunft das noch grosse Einsparpotenzial auszuschöpfen. Gerade weil es für die Unternehmen die richtigen Anreize setzt, ist eine Zielvereinbarung im Vergleich zu einer reinen Lenkungsabgabe ökonomisch und ökologisch überlegen. Es ist daher zu wünschen, dass das Wirkungsgebiet künftig ausgedehnt statt eingeschränkt wird. Dies, um günstig, wirksam und partnerschaftlich die Klima- und Energieziele zu erreichen, die sich die Schweiz gesetzt hat.

Wir bleiben dran und freuen uns auf die Umsetzung der Massnahmen in der laufenden Periode.

 

Ruedi Minsch, Präsident                      Armin Eberle, Geschäftsführer

 

Höhepunkte 2014
Rückerstattung der KEV für Stromintensive
Durch die Inkraftsetzung der geänderten Energieverordnung per 1. April 2014 können sich stromintensive Unternehmen neu den Netzzuschlag, der die kostendeckende Einspeisevergütung KEV umfasst, zurückerstatten lassen. Die EnAW unterstützt die Unternehmen bei der Erarbeitung der für die Rückerstattung nötigen Zielvereinbarung mit dem Bund. Die Abwicklung erfolgt mit den EnAW-Tools und bedeutet für Unternehmen mit individuellem Zielpfad zur CO2-Abgaberückerstattung und Gesamtenergieeffizienzziel keinen Mehraufwand. Bis Ende 2014 haben rund 100 Teilnehmer der EnAW die Rückerstattung des Netzzuschlags beantragt.
Gute Zahlen, harte Fakten
Es sind die Unternehmen, die dem Energie-Management-System der EnAW Kraft und damit dem Bund bei der Erreichung der gesetzten Klima- und Energieeffizienzziele Schub verleihen. Per 2014 haben die über 3400 Teilnehmer mit grossem Einsatz – unter den neuen Rahmenbedingungen – 139 000 Tonnen CO2 reduziert und mit Massnahmen 925 000 MWh Energie eingespart. Damit ist die Wirtschaft für die Periode 2013 bis 2020 auf Kurs. Um den abstrakten Reduktionszahlen ein Gesicht zu verleihen, hat die EnAW in der Reihe «EnAW konkret» 2014 acht Unternehmen und ihre Aktivitäten für die CO2-Reduktion und Energieeffizienz porträtiert.
Wirkungsvolle Partnerschaften
Die Kantone Thurgau und Freiburg setzen seit 2014 den Grossverbraucherartikel um. Die EnAW unterstützt sie mit dem Angebot der Universalzielvereinbarung. Informationsveranstaltungen der Kantone in Zusammenarbeit mit Handelskammern, beispielgebenden Unternehmen und der EnAW sorgten für eine reibungslose Einführung des Grossverbraucherartikels. Aufgrund des Erfolgs wurde das 2013 lancierte Partnerprojekt «Energie-Check-up für KMU» von UBS und der EnAW Ende 2014 nochmals verlängert. Seit Beginn der Partnerschaft haben sich über 200 Unternehmenskunden von UBS bei der EnAW angemeldet.
Lancierung des Fahrzeug- und Fahrteneffizienzprogramms
Im Mai 2014 hat die EnAW das vom Bund anerkannte Fahrzeug- und Fahrteneffizienzprogramm eingeführt. Das Programm bietet Unternehmen Anreize, freiwillig und unabhängig von Zielvereinbarungen Massnahmen zur CO2-Reduktion im Treibstoffbereich umzusetzen. Jede reduzierte Tonne CO2 wird den Unternehmen mit 130 Franken vergütet. Bis Ende 2014 wurden mit dem Programm knapp 5000 Tonnen CO2 vermieden.
Beliebte EnAW-Fachtagungen in Bern und Yverdon-les-Bains
Die 13. Fachtagung der EnAW fand in Bern und Yverdon-les-Bains statt. Mit insgesamt rund 400 Besuchern stiess der Anlass wieder auf grosses Interesse. Die Gäste aus Industrie und Dienstleistung, Partnerorganisationen, Behörden und Verbänden schätzen den persönlichen Erfahrungsaustausch und den Know-how-Transfer über die Fachreferate von unter anderem Remo Lütolf, ABB Schweiz, und Professorin Kathrin Altwegg in Bern sowie Daniel Favrat, EPFL Lausanne, und Alain-Serge Porret, CSEM Neuchâtel, in Yverdon-les-Bains. Der EnAW, so das Fazit an der 13. Fachtagung, ist der Übergang in die neue Zielvereinbarungsperiode gelungen.
Erfolgreiches «Leuchtturm»-Projekt
Das Projekt «Leuchtturm – Energieeffiziente Hotels Graubünden» wurde 2014 mit dem Tourismuspreis Milestone 2014 ausgezeichnet. Es zeigt den Hotels konkrete Wege auf, ihren Energieverbrauch und CO2-Ausstoss zu verringern und gleichzeitig Kosten zu sparen. Die am Projekt beteiligten Hotels nehmen am Energie-Management-System der EnAW teil und arbeiten eng mit einem EnAW-Berater zusammen. Bis Ende 2014 haben 98 Hotels und Tourismusbetriebe aus dem Kanton Graubünden eine Zielvereinbarung mit der EnAW und dem Bundesamt für Umwelt abgeschlossen. Bis 2020 wollen sie über 18 000 Tonnen CO2 einsparen.