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«Schleppen Sie mal eine Mammutkeule auf den Berg.»

Mit einem Auszug aus ihren erfolgreichen Programmen setzten Erich Furrer und Erich Hufschmid von den Mammutjägern einen pointierten Schlusspunkt für die 12. EnAW-Fachtagung. Im Interview erklärt Furrer, warum echtes Umdenken nur im Herz beginnen kann, die Mammutjäger am liebsten im Solar-Mobil nach Hause fahren würden und etwas Gartenarbeit nicht mit dem Schleppen einer Mammutkeule zu vergleichen ist.

Was können wir von den Mammutjägern lernen?
Furrer: Was der Mammutjäger der vergangenen Zeit dem heutigen Menschen vielleicht voraus hatte, war das Bewusstsein für die Natur. Das mag damit zu tun gehabt haben, dass er sich nicht von ihr getrennt sah und erlebte. Trotzdem träumte auch der Mammutjäger in seiner Höhle am Feuer vielleicht schon vom geheizten Wohnheim und einem Urlaub in der Südsee. Denn ich bin sicher, das harte Leben in der Natur war kein Zuckerschlecken. Es gab ja schliesslich mehr zu tun, als nur etwas Gartenarbeit zu verrichten und die Einkaufstaschen nach Hause zu tragen. Schleppen Sie mal eine Mammutkeule aus dem Tal auf den Berg in die Höhle, in der Sie hausen.

Welche Tipps für eine höhere Energieeffizienz können Sie empfehlen?
Man kann Verpackungen in den Geschäften lassen. Man kann die Treppe statt den Aufzug benutzen, man kann den Zug nehmen statt das Auto, man kann auch zu Fuss gehen, man kann keine Tiere mehr essen. Man kann tun, was immer man für richtig und wichtig hält, um seinen Beitrag zur Verbesserung der Lage zu leisten. Vielleicht auch, um sein Gewissen zu beruhigen. Das Wichtigste scheint, dass wir zu verstehen beginnen, in welchen Verbraucherräumen und Konsumkonstrukten wir uns selber gefangen halten, wie jeder von uns sich darin bewegt und warum? Wenn sich dem Menschen das Bewusstsein dafür erhellt, dann wird ihn das tief in seinem Herzen berühren und er wird handeln. Das echte Umdenken und Umhandeln ist ein Prozess, der nur aus dem Herzen heraus verstanden werden kann. Das Mitgefühl für die Welt um uns ist vom Menschen leider noch nicht ganz verstanden.

Echtes Umdenken und Handeln ist ein Prozess.

Ihre Programme sind sehr energieintensiv. Ist daher bei den Mammutjägern eine Teilnahme bei der Energie-Agentur der Wirtschaft bereits in Diskussion?
Wir haben uns tatsächlich schon gefragt, ob man die Energie, die wir während einer Vorstellung verbrauchen, nicht rückgewinnen könnte, um dann mit dem Solar-Mobil nach Hause zu fahren. Da die längerfristige Speicherung von Energie immer noch ein technisches Problem zu sein scheint, könnte man aber auch während unserer Vorstellung die Licht- und Ton-Anlage mit unserer Energie versorgen.

Kommt für die Mammutjäger das KMU-Modell oder das Energie-Modell der EnAW in Frage?
Da wir kurz vor dem Wintereinbruch stehen, haben wir leider keine Zeit, uns mit theoretischen Modellen zu beschäftigen. Grundsätzlich sind wir Mammutjäger aber für alle Modelle offen, die den Menschen in eine gesunde und verantwortungsvolle Freiheit führen. Ob das nun KMU oder EnAW oder DSDS oder OLMA heisst, ist für uns nicht so relevant.

Erst seit kurzem praktizieren wir den aufrechten Gang.

Wo sehen Sie das grösste Einsparungspotenzial bei den Mammutjägern?
Einsparen kann der Mensch und Mammutjäger nur beim Ego und seinen Ängsten. Dann wird sich sein ganzes Bewusstsein gegenüber der Natur verändern und er wird vom Verbraucher endlich zum würdigen Menschen, der nicht nur nimmt, sondern auch gibt. Jeder kleine Schritt der Menschheit ist von grosser Bedeutung, trotzdem betrachten wir alles aus einer gewissen Distanz und mit einem gelassenen Lächeln. Denn wir wissen, dass wir erst seit kurzem den aufrechten Gang praktizieren. Und nun dauert es noch eine Weile, bis der Gang aufrichtig wird.

Mammutjäger

Das Duo Erich Furrer und Erich Hufschmid widmet sich als Mammutjäger dem neuzeitlichen Alltag des Menschen sowie den Abenteuern der Evolutionsgeschichte. Mit hohem Tempo und unter vollem Körpereinsatz stellen sie mit Sketches, Wortjonglagen und wilden Assoziationsketten den Mikrokosmos des Allzumenschlichen dem Makrokosmos des Universums gegenüber.