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Rahmenbedingungen mögen ändern, auf die EnAW bleibt Verlass

Die 15. EnAW-Fachtagung, die am 10. November 2016 im Basler Congress Center gastierte, stand im Zeichen des neuen CO₂-Gesetzes, das die Periode ab 2020 regeln wird. Vieles, dies das Fazit, ist bei den künftigen Vollzugsinstrumenten heute noch offen. Fest steht, dass die EnAW ihren über 3600 Teilnehmern, die mit ihren Zielvereinbarungen und darüber hinaus Grosses geleistet haben, auch in der neuen Periode mit bewährten Tools und einem routinierten Team zur Seite stehen wird.

EnAW-Geschäftsführer Dr. Armin Eberle führte durch die Veranstaltung.

Rund 300 Teilnehmer waren an der 15. Fachtagung in Basel anwesend.

EnAW-Präsident Prof. Dr. Rudolf Minsch skizzierte die Zielvereinbarung 4.0

Beni Isenegger stellte Effizienzpotenziale in der Schweizer Holzverarbeitung vor.

Die Gruppe stickStoff mit ihrer Trommelkunst setzte einen würdigen Abschluss unter eine erfolgreiche Veranstaltung.

Die gestrige Fachtagung der EnAW stand im Zeichen von CO₂, H₂O und auch N2. Die Reduktion von CO₂ war dabei klar im Zentrum. Das Reduktionsziel lautet, so BAFU-Direktor Marc Chardonnens in seinem Referat, 50 Prozent bis ins Jahr 2030 im Vergleich zu 1990, wobei eine Einsparung von 30 Prozent im Inland und eine von 20 Prozent im Inland angestrebt wird. Der Weg zu diesem Ziel wurde von den eingeladenen Referenten und auch zwischen den rund 300 Teilnehmern, das hörte man beim Mittagessen und Pausengesprächen schnell heraus, rege und kontrovers diskutiert.

Einwanderungsquote für Autos

Die Meinung von Professor Dr. Anton Gunzinger, Autor von «Kraftwerk Schweiz: Plädoyer für eine Energiewende der Zukunft» und erster Referent im Plenum, war klar. Durch einen Sanierungsgrad bei Gebäuden in der Höhe von jährlich vier statt aktuell einem Prozent und die Verteuerung von Automobilität um den Faktor vier bis fünf könnten grosse CO₂-Einsparungen erzielt werden. Wenn man beachte, dass in der Schweiz für Autos 1200km2 Fläche und für Wohnen und die Wirtschaft nur 400km2 Fläche genutzt werde, sei klar, dass man dem viel beschworenen Dichtestress am besten mit einer Einwanderungsquote für Autos Herr werden könne, so Gunzinger süffisant. Die CO₂-Abgabe müsse auf Strom und Mobilität angewendet werden, so sein Denkanstoss an die Politik. Dies würde die Kosten für Kohlekraftstrom verteuern und den Wasserkraftstrom konkurrenzfähiger machen.

Rückerstattung der CO₂-Abgabe für alle

Professor Dr. Rudolf Minsch, EnAW-Präsident und Chefökonom von economiesuisse, erinnerte die Besucher daran, dass das Schweizer Modell der CO₂-Abgabe in Kombination mit der Möglichkeit der Rückerstattung bei Abschluss einer verpflichtenden Zielvereinbarung ein Erfolgsmodell sei. Eine reine Lenkungsabgabe würde nicht die gleiche Wirkung zeigen, aber zugleich einen Wettbewerbsnachteil gegenüber dem Ausland darstellen. Eine zu einfache Befreiung, wie in Deutschland über die ISO-Zertifizierung, wäre eine reine Wettbewerbsverzerrung. Auch in Zukunft müsse die Lenkung mit einer Zielvereinbarung verknüpft werden, damit das Thema Energie in den Unternehmen nicht nur fachlich, sondern auch strategisch bewertet werde und somit langfristige Investitionen auslöse. Für die Zeit nach 2020, dies sein Wunsch an die Zielvereinbarung 4.0, müsse sichergestellt werden, dass nicht die Politik, sondern jedes Schweizer Unternehmen frei entscheiden kann, ob es die Abgabe bezahlt oder eine Effizienzverpflichtung eingehe. Insbesondere eine Rückerstattungsmöglichkeit für Unternehmensgruppen oder ganze Branchen stelle die beste Option dar, um dem Umweltschutz und der Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Wirtschaft gleichermassen gerecht zu werden. Eine Synthese von Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit sei möglich.

Langfristige Strategie lohnt sich finanziell

Nebst der Theorie kam im Anschluss an den Plenumsteil auch das praktische Wissen nicht zu kurz. In seinem Praxisbericht zur holzverarbeitenden Industrie zeigte beispielsweise Beni Isenegger, seines Zeichens wie Professor Gunzinger ebenfalls Buchautor, auf, wie in Sägereien und der Zelluloseindustrie durch eine durchdachte Strategie bares Geld gespart werden kann. Dass dieser Wirtschaftszweig eine jährliche Bruttowertschöpfung von sechs Milliarden Franken generiert (ein Prozent des BIP) und 100 000 Arbeitsplätze stellt, ist wohl nur wenigen bekannt.

Die EnAW als verlässlicher Hafen

Es blieb an Dr. Armin Eberle, Geschäftsführer der EnAW, die abwechslungsreiche Fachtagung mit einem Schlussvotum in Worte zu fassen. Die Rahmenbedingungen für die EnAW-Teilnehmer seien, so Eberle, im Fluss. Die EnAW werde aber auch in Zukunft mit ihren etablierten Tools und einem routinierten Team bereitstehen, so seine abschliessenden Worte in der Rheinstadt Basel, bevor die Basler Tambouren von der Gruppe stickStoff mit ihrer Trommelkunst den kulturellen Schlusspunkt setzten.

15. Fachtagung wurde energieneutral durchgeführt

Dank dem Effizienzmarkt können EnAW-Teilnehmer ihre Energieeinsparungen, die über das vereinbarte Ziel hinausgehen, als Übererfüllungen verkaufen. Gekauft werden sie von Unternehmen, die beispielsweise eine Veranstaltung energieneutral durchführen möchten. Die 15. EnAW-Fachtagung ist eine dieser Veranstaltungen. Dank den Übererfüllungen der Lehner Versand AG, die am KMU-Modell der EnAW teilnimmt, wurde sie energieneutral ausgetragen.

Save the date

Die 16. Fachtagung der EnAW findet am 7. November 2017 im Berner Kursaal statt.

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