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20181106094644 Jacqueline Jakob Freigestellt

Neues, Netzwerk, Netto-Null

Eines, darüber ist man sich nach der 18. EnAW-Fachtagung einig, ist klar: Netto-Null ist ein anspruchsvolles Ziel. Für die gesellschaftliche Akzeptanz der Umsetzung spielt auch die Wirtschaftlichkeit eine entscheidende Rolle.

Dienstag, 5. November 2019. Mit dem Aufgehen der Sonne füllt sich der Kursaal Bern mit über 300 Besucherinnen und Besucher der diesjährigen EnAW-Fachtagung. Die malerische Kulisse zeigt die von Bergen umrahmten Dächer der Hauptstadt und das Bundeshaus. Den Ort, an dem wenige hundert Meter entfernt noch über die Revision des CO₂-Gesetzes diskutiert wird. Moderator Urs Gredig fasst es treffend zusammen: Nicht nur das neu gewählte Parlament steht in den kommenden Jahren vor Herausforderungen. Das vom Bundesrat verabschiedete Netto-Null-Ziel wirft auch Fragen für die Wirtschaft auf. Was bedeutet es konkret für die Unternehmen und wie gehen diese in Zukunft damit um? «Die Unternehmen kennen das Ziel. Und wünschen vor allem eines: Planungssicherheit und klare Rahmenbedingungen», weiss Jacqueline Jakob, Geschäftsführerin der EnAW.

 

Es braucht Mut und ein Umdenken

Jacqueline Jakob ist zuversichtlich. «Die EnAW möchte den Behörden weiterhin den Rücken freihalten.» Dazu gehöre die vollumfängliche und zuverlässige Unterstützung der Unternehmen bei der Umsetzung von wirtschaftlichen Massnahmen nach dem bewährten EnAW-Prinzip. «Wir sind auf Kurs und müssen den grossen Herausforderungen mit Mut und Entschlossenheit begegnen. Es sollte ein Umdenken stattfinden.» Und das so schnell wie möglich – so der allgemeine Tenor aus den Fachreferaten.

 

 

«Wir müssen schneller werden»

Nach einer Standortbestimmung der kantonalen Energiegesetze, legte Olivier Brenner, Stv. Generalsekretär der Konferenz kantonaler Energiedirektoren, ein besonderes Augenmerk auf das Thema Gebäude. Auch hier gilt: Finanzmittel, die in den Gebäudebereich fliessen, müssen zukunftsorientiert eingesetzt werden. Ausserdem gehen die Entwicklungen zwar in die richtige Richtung, «wir müssen nur schneller werden, wenn das Ziel Netto-Null erreicht werden soll», erklärt er. Was dabei helfe, sei der Druck von aussen, so Christian Schaffner von der ETH Zürich. «Vorschriften und Anreize bringen die nötige Trendwende im Energiesystem.» Was die Schweiz laut Schaffner momentan konkret für Netto-Null tun könne? Die Nachfrage senken, die Effizienz steigern, fossile Energieträger ersetzen und konsequent auf neue Technologien setzen. Neue Technologien, wie sie beispielsweise die Swisscom AG einsetzt und entwickelt. Res Witschi, Leiter Nachhaltigkeit bei Swisscom, legte in seinem Referat dar, was die ICT-Branche für den Klimaschutz leisten kann. «Smart» sei die Zukunft.

 

Die diesjährige EnAW-Fachtagung wurde dank der NTS Colocation AG energieneutral durchgeführt. Zusätzlich werden alle Gruppensitzungen im Rahmen des Energie-Modells sowie sämtliche Printprodukte der EnAW im kommenden Jahr energieneutral realisiert. Die dafür erworbenen Effizienzzertifikate stammen von folgenden Unternehmen: Lidl Schweiz DL AG, Hartchrom AG, Lateltin AG, Berufsfachschule Baden, BBB, Lekkerland (Schweiz) AG, Dr. U. Reinhard AG (Adler-Apotheke), colozüri.ch AG.

 

Gesprächsstoff für die Mittagspause

Nach den Referaten der Experten folgte das von Urs Gredig moderierte Podium, das reichlich Gesprächsstoff für die Mittagspause bot. Kann die Schweiz ein Labor sein, das der ganzen Welt zeigt, was in Sachen Klimaschutz möglich ist? Wird Wasserkraft das Rückgrat eines neuen Energiesystems in der Schweiz sein? Schafft es die Schweiz, ihre hochgesteckten Klimaziele zu erreichen? Ist Netto-Null überhaupt realisierbar? Fragen, die auch über die Fachtagung hinaus zum Denken anregen. Eines ist jedoch klar: Um die ambitionierten Ziele erreichen zu können, geht es ohne ein gewisses Lenkungssystem nicht. Und auch die Wirtschaftlichkeit als wichtiger Faktor für die gesellschaftliche Akzeptanz des Netto-Null-Ziels scheint für alle gesetzt. «Wir brauchen einen Plan. Wenn wir den haben, können wir Schritt für Schritt ins Ziel laufen», so Patrick Hofstetter vom WWF.

 

Zwischenmenschliche Energieeffizienz

«Damit das gelingt, braucht es auch die EnAW», so Jacqueline Jakob rückblickend auf die 18. Fachtagung. Die Schweiz steuere in die richtige Richtung. «Praktischer Klimaschutz ist aber auch Peoples Business», so die Geschäftsführerin. Man müsse am «Mindset» arbeiten. Denn mit dem Wissen und der Technologie seien die Weichen gestellt. Trotzdem: Bis «Zero Carbon» liegt ein steiniger Weg vor uns, der ein multidisziplinäres Zusammenspiel erfordert.

Einen spannenden, unterhaltenden Abschluss bot «Grenzgängerin» Evelyne Binsack. Die erste Schweizerin, die auf dem Mount Everest, am Nordpol und am Südpol war, erzählte fesselnd, wie Energieeffizienz auch auf zwischenmenschliche Art und Weise verstanden werden kann und was persönliche Energie für sie bedeutet.

 

Wussten Sie, dass

  • Urs Gredig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist ist?
  • rund ein Drittel aller CO₂-Emissionen mit wirtschaftlichen Massnahmen eingespart werden kann?
  • eine halbe Stunde Netflix schauen gleich viele CO₂-Emissionen verursacht, wie eine sechs Kilometer lange Autofahrt?
  • die Swisscom AG den 4. Platz im internationalen Nachhaltigkeitsranking der Unternehmen belegt?
  • die ICT-Branche ein wichtiger Hebel ist, um die Klimaziele zu erreichen?
  • die Fachtagung klima- und energieneutral durchgeführt wurde?
  • 83% der Bevölkerung in der Schweiz die Ziele der Energiestrategie nicht kennen?
  • Martin Stalder von der Migros Aare Langenthal den Wettbewerb des EnAW-Magazins «Fokus» gewonnen hat und sich auf eine Übernachtung in einem der Belvédère-Hotels in Scuol freuen darf?
  • Evelyne Binsack die erste Schweizerin ist, die den Gipfel des Mount Everests erklommen hat und es von ihr sogar eine Barbie-Puppe gibt?

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