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20181106090711 Dominique Schaad Freigestellt

KLIMASCHUTZ UND ENERGIEEFFIZIENZ IM KANTON BERN

canton_logo

Das Wichtigste in Kürze

45 300
Tonnen CO2 reduziert
328 400
Megawattstunden Energie gespart
1289
Betriebsstätten nehmen teil
508
Grossverbraucher nehmen teil
31
Millionen Franken eingespart
  • EFFIZIENTE KOOPERATION

    Im Kanton Bern setzen Unternehmen an 1289 Betriebsstätten ihre Klimaschutz- und Energieeffizienzziele mit dem Energie-Management der EnAW um. Die EnAW setzt seit 2001 als Intermediär zwischen Bund, Kantonen und den Unternehmen die im CO2- und Energiegesetz des Bundes und im Grossverbrauchermodell der Kantone (GVM*) formulierten Aufgaben der Wirtschaft um. Behörden und Unternehmen profitieren seit 2001 von dieser bewährten und effizienten Kooperation.

  • ERFOLGREICHES MODELL

    Die Schweiz hat sich für die Umsetzung der Klimaziele für eine Lenkungsabgabe entschieden, räumt aber den Unternehmen ein, alternativ zur Abgabe eine Verminderungsverpflichtung einzugehen. Die EnAW sorgt dafür, dass die Unternehmen ihre Verpflichtungen individuell und mit wirtschaftlichen Massnahmen erreichen. Die Resultate sind eindrücklich. Im Kanton Bern erzielen die seit 2013 umgesetzten Massnahmen eine jährliche Wirkung von 45 300 Tonnen CO2 und 328 400 Megawattstunden Energie.

  • ZUKUNFTSORIENTIERTE LÖSUNG

    Wirtschaftlicher Klimaschutz, wie die EnAW ihn umsetzt, hilft der Schweiz, die Klimaziele zu erreichen und kommt bei den Unternehmen gut an. Denn hinter dem energetischen Fitnessprogramm stecken für die Unternehmen nicht nur CO2- und Energieeinsparungen, sondern auch Schweizer Franken – Franken, die oft wieder in innovative Effizienzmassnahmen investiert werden. Im Kanton Bern waren es im Jahr 2018 rund 31 Millionen Franken.

* Grossverbraucher sind Unternehmen mit einem jährlichen Wärmeverbrauch von mehr als fünf Gigawattstunden oder einem Elektrizitätsverbrauch von mehr als 0.5 Gigawattstunden pro Betriebsstätte und Jahr.

Energieeffizienz steigt, CO2-Intensität sinkt

Mit den seit 2013 umgesetzten Massnahmen verbrauchen die Unternehmen im Kanton Bern 140 400 Megawattstunden weniger Energie. Die Energieeffizienz liegt bei 109 Prozent.

Mit den seit 2013 umgesetzten Massnahmen der Unternehmen im Kanton Bern ist der CO2-Ausstoss um 45 300 Tonnen gesunken. Heute liegt die CO2-Intensität bei 91 Prozent.

Der Schlüssel zum Erfolg: Wirtschaftliche Massnahmen

Jedes Unternehmen setzt einen individuellen Massnahmenkatalog um. Die Projekte sollen sich auch rechnen: Hinter jeder eingesparten Kilowattstunde und Tonne CO2 stecken ausgewiesene Payback-Zeiten. Das Repertoire ist mit über 300 standardisierten Massnahmen gross. Im Kanton Bern sind Massnahmen in den folgenden Bereichen die bisher grössten Klimaschutz- und Energieeffizienztreiber der Wirtschaft:

  • PRODUKT- UND PROZESSMASSNAHMEN

    94 500 MWh/a 14 600 t CO2/a 9 454 100 CHF/a

    Hier stehen das Hinterfragen von Prozessanforderungen, Prozess und Produktoptimierungen sowie Prozessumstellungen im Fokus. Pinch-Analysen sind dabei ein sehr nützliches Instrument und geben Investitionssicherheit. Pinch-Analysen werden vom Bundesamt für Energie (BFE) gefördert und sind deshalb zusätzlich interessant.

  • PROZESSWÄRME

    46 300 MWh/a 10 100 t CO2/a 4 634 800 CHF/a

    Typische Massnahmen im Bereich Prozesswärme sind zum Beispiel die Wärmerückgewinnung, Abwärmenutzung, der Verzicht auf Dampf- und Heisswasseranlagen, weitere Temperaturniveauabsenkungen, richtige Erzeugerdimensionierungen, Verbrennungsluftvorwärmung oder bedarfsgerechte Regelungen. Auch die vom BFE geförderte Pinch-Analyse kann hier zum Einsatz kommen.

  • INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNIK UND ELEKTROGERÄTE

    44 300 MWh/a 50 t CO2/a 4 429 200 CHF/a

    Hier setzen die Massnahmen beispielsweise bei der Beschaffung von neuen Geräten an. So können beim Einsatz neuer Technologien grosse Effizienzsteigerungen erzielt werden. Aber auch Betriebsoptimierungen wie die Nutzung von Energiespareinstellungen oder das Vermeiden des Stand-by-Betriebs sowie das Ausschalten von Geräten bei Nichtgebrauch gehören in diese Kategorie. Solche Optimierungen können meist ohne grosse Investitionen und mit sehr guter Wirtschaftlichkeit umgesetzt werden.

Nachgefragt bei der Energiefachstelle des Kantons Bern

«SYNERGIEN BEIM VOLLZUG DER KANTONALEN UND EIDGENÖSSISCHEN GESETZE.»

Christian Glauser, Abteilungsleiter Energie, Amt für Umweltkoordination und Energie (AUE) des Kantons Bern

  • WAS VERLANGT DER KANTON BERN VON DEN UNTERNEHMEN?

    Seit 2012 können Grossverbraucher gemäss kantonalem Energiegesetz zu einer Verbrauchsanalyse und zur Realisierung von zumutbaren Massnahmen zur Verbrauchsoptimierung verpflichtet werden. Angesprochen sind rund 800 Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe, die ihre Energieeffizienz steigern sollen.

  • WELCHE WEGE FÜHREN ZUM EFFIZIENZZIEL?

    Es gibt drei Wege, die Energieeffizienz des Unternehmens zu steigern. Den Unternehmen steht es frei, ob sie eine Universalzielvereinbarung zum Beispiel mit der EnAW, eine kantonale Zielvereinbarung oder eine Energieverbrauchsanalyse machen möchten.

  • WAS BRINGT EINE UNIVERSALZIELVEREINBARUNG?

    Sie lässt Unternehmen den Freiraum, sich für Massnahmen mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis zu entscheiden. Zudem bietet sie auch Synergien beim Vollzug der kantonalen und eidgenössischen Gesetze wie zum Beispiel dem CO2-Gesetz. Ist ein Unternehmen im Besitz einer Universalzielvereinbarung, sind die kantonalen gesetzlichen Anforderungen für Grossverbraucher erfüllt.

  • IHR PERSÖNLICHES FAZIT?

    Energieagenturen wie die EnAW begleiten die Unternehmen bei der Umsetzung der Energie und CO2-Gesetzgebung und machen ihnen das Energiesparen und damit auch das Kostensenken einfach. Eine Win-win-Situation, die sich lohnt.

Praxisbeispiele im Kanton Bern

    • 08.08.2017  • Actifs

      Cool bleiben mit Energieeffizienzmassnahmen

      In Rechenzentren kann es ganz schön heiss werden. Für Datacenter, wie sie die NTS betreibt, ist es darum essenziell, sicher und effizient zu kühlen. Unterstützung zur Effizienzsteigerung hat sich NTS bei der EnAW geholt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bereits einzelne Massnahmen bringen eine Einsparung von gut 105 000 Franken im Jahr.

    • 24.11.2016  • Actifs

      HZW Gstaad: Wunschstätte für Energieeffizienz

      Modernste technische Geräte helfen oft dabei, Energieressourcen zu schonen. Die Hotel Zentralwäscherei Gstaad beweist dies eindrücklich. Kaum eine Wäscherei ist auf einem derart hohen technischen Stand wie sie. Zusammen mit der EnAW arbeitet sie seit 2013 an der Umsetzung einer Wunschstätte für Energieeffizienz.

    • 27.04.2015  • Actifs

      Posalux AG: Kleine Technologien, grosse Energieeinsparungen

      Das Bieler Unternehmen Posalux AG ist führend in Mikrotechnik und Präzisionsmikrobearbeitung und beliefert insbesondere die Automobilindustrie. Diesen Industriezweig hat sich der Betrieb, der seit 2013 Teilnehmer der EnAW ist, bezüglich Energieverbrauch zum Vorbild genommen. Beträchtliche Energieeinsparungen konnten beim Strom- und Brennstoffverbrauch erzielt werden.

Résultats dans les cantons

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