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20181106090711 Dominique Schaad Freigestellt

KLIMASCHUTZ UND ENERGIEEFFIZIENZ IM KANTON AARGAU

canton_logo

Das Wichtigste in Kürze

52 700
Tonnen CO2 reduziert
364 400
Megawattstunden Massnahmenwirkung Energie
647
Betriebsstätten nehmen teil
372
Grossverbraucher nehmen teil
36
Millionen Franken eingespart
  • EFFIZIENTE KOOPERATION

    Im Kanton Aargau setzen Unternehmen an 647 Betriebsstätten ihre Klimaschutz- und Energieeffizienzziele mit dem Energie-Management der EnAW um. Die EnAW setzt seit 2001 als Intermediär zwischen Bund, Kantonen und den Unternehmen die im CO2- und Energiegesetz des Bundes und im Grossverbrauchermodell der Kantone (GVM*) formulierten Aufgaben der Wirtschaft um. Behörden und Unternehmen profitieren seit 2001 von dieser bewährten und effizienten Kooperation.

  • ERFOLGREICHES MODELL

    Die Schweiz hat sich für die Umsetzung der Klimaziele für eine Lenkungsabgabe entschieden, räumt aber den Unternehmen ein, alternativ zur Abgabe eine Verminderungsverpflichtung einzugehen. Die EnAW sorgt dafür, dass die Unternehmen ihre Verpflichtungen individuell und mit wirtschaftlichen Massnahmen erreichen. Die Resultate sind eindrücklich. Im Kanton Aargau erzielen die seit 2013 umgesetzten Massnahmen eine jährliche Wirkung von 52 700 Tonnen CO2 und 364 400 Megawattstunden Energie.

  • ZUKUNFTSORIENTIERTE LÖSUNG

    Wirtschaftlicher Klimaschutz, wie die EnAW ihn umsetzt, hilft der Schweiz, die Klimaziele zu erreichen und kommt bei den Unternehmen gut an. Denn hinter dem energetischen Fitnessprogramm stecken für die Unternehmen nicht nur CO2- und Energieeinsparungen, sondern auch Schweizer Franken – Franken, die oft wieder in innovative Effizienzmassnahmen investiert werden. Im Kanton Aargau waren es im Jahr 2018 rund 36 Millionen Franken.

* Grossverbraucher sind Unternehmen mit einem jährlichen Wärmeverbrauch von mehr als fünf Gigawattstunden oder einem Elektrizitätsverbrauch von mehr als 0.5 Gigawattstunden pro Betriebsstätte und Jahr.

Energieeffizienz steigt, CO2-Intensität sinkt

Mit den seit 2013 umgesetzten Massnahmen verbrauchen die Unternehmen im Kanton Aargau 140 600 Megawattstunden weniger Energie. Die Energieeffizienz liegt bei 108.3 Prozent.

Mit den seit 2013 umgesetzten Massnahmen der Unternehmen im Kanton Aargau ist der CO2-Ausstoss um 52 700 Tonnen gesunken. Heute liegt die CO2-Intensität bei 92.7 Prozent.

Der Schlüssel zum Erfolg: Wirtschaftliche Massnahmen

Jedes Unternehmen setzt einen individuellen Massnahmenkatalog um. Die Projekte sollen sich auch Rechnen: Hinter jeder eingesparten Kilowattstunde und Tonne CO2 stecken ausgewiesene Payback-Zeiten. Im Kanton Aargau sind Massnahmen in den folgenden Bereichen die bisher grössten Klimaschutz- und Energieeffizienztreiber der Wirtschaft:

  • PROZESSWÄRME

    108 300 MWh/a 22 900 t CO2/a 10 834 100 CHF/a

    Typische Massnahmen im Bereich Prozesswärme sind zum Beispiel die Wärmerückgewinnung, Abwärmenutzung, der Verzicht auf Dampf- und Heisswasseranlagen, weitere Temperaturnivauabsenkungen, richtige Erzeugerdimensionierungen, Verbrennungsluftvorwärmung oder bedarfsgerechte Regelungen. Auch die vom Bundesamt für Energie (BFE) geförderte Pinch-Analyse kann hier zum Einsatz kommen.

  • PRODUKT- UND PROZESSMASSNAHMEN

    93 800 MWh/a 12 500 t CO2/a 9 376 200 CHF/a

    Hier stehen das Hinterfragen von Prozessanforderungen, Prozess- und Produktoptimierungen sowie Prozessumstellungen im Fokus. Pinch-Analysen sind dabei ein sehr nützliches Instrument und geben Investitionssicherheit. Pinch-Analysen werden vom BFE gefördert und sind deshalb zusätzlich interessant.

  • LÜFTUNG UND KLIMAKÄLTE

    22 300 MWh/a 1700 t CO2/a 2 231 700 CHF/a

    Eine richtige Dimensionierung der Kälteanlagen, Wärmedämmung, der Einsatz effizienter Antriebe, Temperaturniveauerhöhungen oder freies Kühlen (free cooling) sind mögliche Massnahmen, die im Bereich Lüftung und Klimakälte umgesetzt werden können. Aber auch Betriebsoptimierungen ohne grosse Investitionen und mit sehr guter Wirtschaftlichkeit wie eine bedarfsgerechte Regelung gehören hierher.

Nachgefragt bei der Energiefachstelle des Kantons Aargau

«DIE UNTERNEHMEN SIND AUF KURS.»

Dr. Werner Leuthard, Leiter Abteilung Energie, Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau

  • WAS VERLANGT DER KANTON AARGAU VON DEN UNTERNEHMEN?

    Gestützt auf das kantonale Energiegesetz vom 1. September 2012 vollzieht der Kanton Aargau die Grossverbraucher-Bestimmungen zur Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen. Im Aargau gibt es rund 600 Grossverbraucher, die meisten von ihnen haben Zielvereinbarungen unterschrieben.

  • HABEN DIE UNTERNEHMEN IHRE ZIELE ERFÜLLT?

    Anders als in anderen Kantonen hat sich der Kanton Aargau keine jährliche Zielgrösse in Bezug auf die Einsparung gesteckt. Unser Ziel ist es, dass wirtschaftlich zumutbare Massnahmen umgesetzt werden. Viele Unternehmen haben viel in die Energieeffizienz investiert und sind wir auf einem sehr guten Kurs.

  • WELCHE ROLLE SPIELT DIE ENAW DABEI?

    Die EnAW erleichtert uns die Umsetzung der Gesetze und macht unsere Arbeit effizienter.

  • IHR PERSÖNLICHES FAZIT?

    Ich bin der Meinung, dass die Komplexität sowie der administrative Aufwand für die Unternehmen bei der Inanspruchnahme und Teilnahme von nationalen Programmen reduziert werden sollten. Es braucht die richtigen Rahmenbedingungen, um Investitionen zu tätigen. Gepaart mit den erforderlichen und nachgefragten Informationen sind das Aspekte, die Unternehmen ermuntern, auch weiterhin in Energieeffizienz und somit in den Standort Schweiz zu investieren.

Praxisbeispiele im Kanton Aargau

    • 08.03.2018  • Actifs

      UNE COLLABORATION FERTILE

      La création durable de valeur est une priorité de Syngenta. En collaboration avec l’AEnEC, l’entreprise agro-industrielle évalue en permanence le potentiel d’amélioration de son efficacité énergétique. La réussite est au rendez-vous : en l’espace de deux ans, Syngenta a réduit ses émissions annuelles de CO2 en Suisse de plus de 12 000 tonnes.

    • 19.03.2018  • Actifs

      CHIMIE ET ÉNERGIE, UNE VIEILLE ALLIANCE REVISITÉE

      Depuis 2008, BASF Suisse SA bénéficie du soutien de l’AEnEC pour son site de production chimique de Kaisten (AG). Grâce à l’analyse régulière des processus d’exploitation et au suivi minutieux de l’AEnEC, l’entreprise a réduit ses émissions de CO2 de 5000 tonnes par an.

    • 17.01.2019  • Actifs

      DIE EFFIZIENTESTE WASCHANLAGE DER SCHWEIZ

      350 000 Gemüsekisten durchlaufen täglich das Gebinde Logistik Center in Villmergen. Um diese Menge zu bewältigen und die Abläufe möglichst effizient und energiesparend zu halten, arbeitet das Unternehmen seit über 15 Jahren mit der EnAW zusammen.

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