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20181106094644 Jacqueline Jakob Freigestellt

«Dort wo die EnAW aufhört, fangen wir an.»

Seit 2010 hat ProKilowatt in fünf wettbewerblichen Ausschreibungen 212 Projekte und 74 Programme mit 78.5 Millionen Franken unterstützt. Ivan König informiert über die aktuelle Ausschreibungsrunde und wie EnAW-Teilnehmer in den Genuss von Fördergeldern kommen.

Welche Arten von Fördermitteln bietet ProKilowatt an?

Auf der einen Seite können Firmen Projekte, bestehend aus Einzelmassnahmen oder Massnahmenbündeln, direkt bei uns einreichen. Auf der anderen Seite bieten wir finanzielle Unterstützung bei Programmen. Hier entwickelt ein Elektrizitäts-versorgungsunternehmen (EVU), ein Kanton, ein Ingenieurbüro oder ein Beratungsunternehmen ein Konzept zur Stromeinsparung und bietet das «Produkt» als Trägerschaft auf dem Markt an. Dies können beispielsweise Umwälzpumpen sein, die ein EVU bei seinen Privatkunden bekannt macht.

 

Wer bewirbt sich für die Fördermittel?

Projekte werden hauptsächlich durch grössere Akteure mit einem eigenen Energiebeauftragten und Firmen mit einem externen Berater eingegeben. Häufig handelt es sich bei den Beratern um EnAW-Moderatoren, die ihre Kunden auf die Fördermöglichkeit aufmerksam machen. Die Programme richten sich an ein breiteres Publikum.

 

Bei den fünften Wettbewerblichen Ausschreibungen wurden 2014 insgesamt 24 Millionen Franken an Förderbeiträgen gesprochen. Wer kommt in den Genuss der Mittel?

Den Zuschlag erhielten 61 Projekte und 23 Programme. Die bewilligten Fördersummen liegen bei 7.16 Millionen Franken für Projekte und 16.84 Millionen Franken für Programme. Bei den Projekten liegt das Kosten/Nutzenverhältnis, das heisst der Förderbeitrag pro eingesparte Kilowattstunde, zwischen 0.7 und 7.8 Rappen pro Kilowattstunde, bei den Programmen zwischen 2.1 und 4.3 Rappen pro Kilowattstunde.

 

In welche Bereiche fliessen die Gelder?

Das thematische Spektrum der geförderten Projekte reicht von der Erneuerung und Optimierung von Strassenbeleuchtungen und Beleuchtungssystemen in Unternehmen, Kälteanlagen, Lüftungssystemen, Erneuerung der Warmwassererzeugung, über die Effizienzsteigerung von mechanischen Antrieben bis zu Betriebsoptimierungsprojekten. Die geförderten Programme umfassen Massnahmen zur Förderung von intelligenten Beleuchtungssystemen, den Ersatz von Umwälzpumpen, Elektroboilern, regionale Programme für die Förderung von effizienten gewerblichen Kühlgeräten, ein Programm zu Grosskälteanlagen in der Pharmaindustrie, zwei Programme zur Betriebsoptimierung, ein Programm zu hocheffizienten Transformatoren in der Industrie, ein Programm zu effizienten Druckluftanlagen sowieein Programm für die Wärmerückgewinnung bei der Milchkühlung in Landwirtschaftsbetrieben.

 

Wann beginnt die nächste Ausschreibung und wie gross ist der Fördertopf?

Die Regelwerke für die nächste Ausschreibungsrunde werden Ende November publiziert. Der Anmeldeschluss für Projekte ist voraussichtlich Mitte Februar, für Programme Mitte März 2015. Das genaue Budget wird mit der Ausschreibung bekannt gegeben. Klar ist: Wir werden dieses Jahr gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr Mittel zur Verfügung stellen können. Konkret dürften es zwischen 30 und 40 Millionen Franken sein. Wir stecken innerhalb dieses Rahmens ein Budget für Projekte und Programme aus.

 

Sind Trends bei der Entwicklung der Programme auszumachen?

Es zeichnet sich ein Trend zu Programmen mit einem universellen Ansatz ab: So kann ein Unternehmen neu für Massnahmen, die über eine Zielvereinbarung hinausgehen, einen Antrag für Fördergelder stellen. Wir fangen dort an, wo die EnAW aufhört. Während die EnAW die wirtschaftlichen Massnahmen im Fokus hat, konzentriert sich ProKilowatt auf die knapp unrentablen Massnahmen. Hier sind für die Zukunft vermehrt Synergien vorhanden.

 

Verfolgen die Mitgliedstaaten der EU ähnliche Ziele?

Es gibt viele Länder, die den Förderungsansatz von ProKilowatt übernehmen möchten. Mit Deutschland stehen wir in einem engen Austausch. Berlin bereitet gerade die erste Ausschreibung vor. In Grossbritannien startet im Januar 2015 eine Pilotrunde mit 20 Millionen Pfund. Auch hier sind die Erfahrungen der Schweiz gefragt.

Ivan König ist Fachspezialist für Wettbewerbliche Ausschreibungen. Der Ökonom ist in dieser Funktion seit 2013 für das Bundesamt für Energie tätig.

 

Zur Person

Ivan König ist Fachspezialist für Wettbewerbliche Ausschreibungen. Der Ökonom ist in dieser Funktion seit 2013 für das Bundesamt für Energie tätig.

ProKilowatt

Jährlich führt ProKilowatt «Wettbewerbliche Ausschreibungen» durch und unterstützt Programme und Projekte, die zu einem sparsameren Stromverbrauch im Industrie- und Dienstleistungsbereich sowie in Haushalten beitragen. Die Auswahl der eingereichten Vorschläge erfolgt in einem Auktionsverfahren: Den Zuschlag erhalten diejenigen Projekte oder Programme mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis, das heisst mit der billigsten eingesparten Kilowattstunde.