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EnAW-Fachtagung: Herausforderungen, Technologien auf dem Prüfstand und ein emotionaler Abschluss

Rund 350 Personen waren an der 22. EnAW-Fachtagung dabei, die am 7. November in Bern stattfand. Im Mittelpunkt standen Technologien, die zu mehr Effizienz und zur Dekarbonisierung verhelfen, die Versorgungssicherheit – und ein Regenschirm.

«Die EnAW wird Sie nicht im Regen stehen lassen»: Mit diesen Worten wandte sich EnAW-Präsident Rudolf Minsch ans Publikum im Berner Kursaal und spannte dazu den neuen EnAW-Regenschirm auf. Ein Bild, das passender nicht hätte sein können, sehen sich die Unternehmen, die bei der EnAW mitmachen, doch mit allerlei Herausforderungen konfrontiert. «Eine der grossen Herausforderungen ist natürlich die Energiekrise», präzisierte Moderator Urs Gredig. Hinzu komme die Umwandlung der Wirtschaft in Bezug auf die Energiestrategie. Und auch die EnAW befindet sich herausfordernden Zeiten, wie Minsch ausführte. «Insbesondere das Regulatorische ist noch nicht ganz geklärt», sagte er. «Wir wissen noch nicht genau, wie es weitergeht.» Er machte aber auch klar, dass sich die EnAW trotz der Turbulenzen nicht von ihrem Weg abbringen lässt: «Wir sind überzeugt davon, dass es die EnAW mit ihren hochqualifizierten Beraterinnen und Beratern braucht, damit die Unternehmen möglichst wenig Bürokratie haben und gute Lösungen umsetzen können.»

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Gute Lösungen sind also gefragt. Und solche bekam das Publikum im Berner Kursaal denn auch präsentiert: Mirko Bothien, Schwerpunktleiter Erneuerbare Energien bei der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW), ist beispielsweise klar der Meinung, dass Wasserstoff eine wichtige Rolle spielen wird und eine Wasserstoffstrategie für die Schweiz unabdingbar ist. Patrick Fehlmann, Geschäftsleiter bei der DM Energieberatung AG und auch EnAW-Berater, erklärte wiederum, warum es wichtig ist, dass Unternehmen Motoren und Antriebe im täglichen Betrieb genauer unter die Lupe nehmen, was die Energieeffizienz anbelangt. Tobias Helbling, Head of Energy Consulting bei der ANYTHERM AG, legte in seinem Referat dar, wie Abwärme genutzt werden kann. Cordin Arpagaus, Senior Research Engineer an der Fachhochschule Ostschweiz (OST), zeigte, in welchen Bereichen Hochtemperatur-Wärmepumpen zur Anwendung kommen können. Und Jörg Jermann, Leiter Vertrieb & Service bei der Integrierte Wärme und Kraft AG (IWK), erläuterte die Vorteile der Wärmekraftkopplung.

Doch an der Fachtagung ging es nicht nur um rein technische Lösungen, sondern auch um Klimaschutzinitiativen wie etwa die Science Based Targets initiative (SBTi). Mit Holger Hoffmann-Riem, Projektleiter SBTi Go for Impact, und Philippe Goffin, Weisskopf Partner GmbH und Projektleiter SBTi bei der EnAW, erklärten gleich zwei Experten, wie Unternehmen von SBTi profitieren können. Und dann kam das Thema, das bei der letztjährigen Fachtagung im Zentrum gestanden hatte: die Sicherstellung der Energieversorgung im Winter. Dazu referierte Daniela Decurtins, Direktorin des Verbandes der Schweizerischen Gasindustrie (VSG). «Mein Puls war letztes Jahr etwas höher als heute», fasste sie die gegenwärtige Situation zusammen und zählte einige positive Signale auf, die derzeit gegen eine Mangellage sprechen. Aber komplett gebannt ist die Gefahr nach Decurtins’ Einschätzung nicht. Aus der angespannten Situation im vergangenen Jahr zog die VSG-Direktorin zudem eine wichtige Lehre:  «Es ist nicht selbstverständlich, dass immer genügend Energie vorhanden ist.»

Bei Frank R. Ruepp aber schon. Der künftige EnAW-Geschäftsführer stellte sich im Anschluss an Decurtins’ Rede dem Publikum vor und hob dabei die Vorteile der EnAW hervor. Nach der obligaten Podiumsdiskussion erzählte dann der erfolgreiche Rennrollstuhlsportler Heinz Frei seine berührende Geschichte und verriet, wie er trotz seiner Querschnittslähmung den Glauben an sich selbst nicht verloren und dadurch unzählige Medaillen an den Paralympics gewonnen hatte.

Zum Abschluss holte Rudolf Minsch dann noch Erich Kalbermatter und Thomas Weisskopf auf die Bühne. Die beiden bisherigen Geschäftsführer der EnAW werden per Ende Jahr in Pension gehen. Ihnen gehörte der Schlussapplaus im Berner Kursaal. Und der EnAW-Regenschirm? Der wurde den Besucherinnen und Besuchern beim Ausgang geschenkt – als Erinnerung an diese spannende 22. Ausgabe der EnAW-Fachtagung.

Speziellen Dank gebührt Thomas Weisskopf und Erich A. Kalbermatter für das langjährige Engagement.

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